E-Commerce: Händler investieren in Klimaschutzmaßnahmen

Mehr als die Hälfte der E-Commerce-Anbieter setzt laut einer Bitkom-Umfrage etwa auf nachhaltiges Verpackungsmaterial.

Laut einer Bitkom-Umfrage wird Nachhaltigkeit für Onlinehändler immer wichtiger. Viele investieren etwa in umweltfreundliche Verpackungen. (Symbolbild: Malp/Adobe Stock)
Laut einer Bitkom-Umfrage wird Nachhaltigkeit für Onlinehändler immer wichtiger. Viele investieren etwa in umweltfreundliche Verpackungen. (Symbolbild: Malp/Adobe Stock)
Sandra Lehmann

Gebündelte Bestellungen, nachhaltig produzierte Verpackungen, Bäume zur CO2-Kompensation pflanzen – der deutsche Einzelhandel setzt auf unterschiedlichste Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Onlinegeschäft. Das hat der Digitalverband Bitkom in einer repräsentativen Umfrage unter 505 E-Commerce-Anbietern in Deutschland ermittelt. So fassen sechs von zehn Online-Einzelhändlern (63 Prozent) Bestellungen zusammen, um Lieferwege zu reduzieren. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) hat nachhaltiges Verpackungsmaterial wie Mehrwegversandtaschen oder -kartons im Einsatz. Gleichzeitig hätten 22 Prozent mindestens eine der beiden Maßnahmen in Planung. Der Umfrage zufolge bieten außerdem vier von zehn Onlinehändlern im Einzelhandel (38 Prozent) einen Reparaturservice für defekte Waren an. Bei 35 Prozent gäbe es Auswahlfilter für nachhaltige Produkte und 32 Prozent hätten eine über die gesetzliche Regelung hinausgehende Rücknahme von Alt-Geräten. Jeder Fünfte (19 Prozent) bietet auch gebrauchte Produkte an.

Viele Onlinehändler bieten laut Bitkom darüber hinaus die Möglichkeit, die mit ihrem Einkauf verbundenen CO2-Emissionen auszugleichen. So könnten Kunden bei einem Fünftel der Onlinehändler (22 Prozent) für Umweltprojekte spenden oder Bäume pflanzen, weitere drei von zehn (30 Prozent) planen die Einführung einer solchen Möglichkeit. Eine Option, für einen kleinen Aufpreis die bei der Lieferung entstandenen CO2-Emissionen zu kompensieren, bietet zwar erst jeder Elfte Händler (neun Prozent) an, aber jeder Vierte (25 Prozent) plant bereits die Einführung einer solchen Möglichkeit.

„In der Corona-Pandemie ist der Onlinehandel stark gewachsen. Um die Umweltbelastung durch das Onlinegeschäft möglichst gering zu halten, setzen die Händler verstärkt auf Nachhaltigkeit“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Mithilfe digitaler Technologien kann der Handel Retouren und Leerfahrten vermeiden sowie Verpackungsmaterial reduzieren. Klimaschutz und Digitalisierung schließen sich nicht aus, sie ergänzen sich auch im Onlinehandel bestens.“

Die Händler haben dem Bitkom zufolge die Bedeutung des Zusammenspiels erkannt. So sagen 43 Prozent der Einzelhändler mit Onlinegeschäft, dass durch digitale Technologien der CO2-Fußabdruck von Waren reduziert werden kann.

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