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E-Commerce: Fashionanbieter Lesara ist pleite

Laut Medieninformationen macht vor allem die Logistik Probleme.

Medienberichten zufolge musste das Start-up Lesara Insolvenz anmelden. Probleme habe es auch im neuen Logistikzentrum in Erfurt gegeben. (Foto: Lesara)
Medienberichten zufolge musste das Start-up Lesara Insolvenz anmelden. Probleme habe es auch im neuen Logistikzentrum in Erfurt gegeben. (Foto: Lesara)
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Sandra Lehmann

Der Fast-Fashion Online-Händler Lesara AG hat nach Angaben des "Handelsblatts" am 9. November einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverantwortung für das Unternehmen selbst sowie für die Logistiktochter des Händlers, die Lesara Logistics SE, beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg gestellt. Der Meldung des Handelsblatts zufolge muss sich der Modehändler alle größeren Ausgaben ab jetzt vom zuständigen Sachverwalter, dem Potsdamer Anwalt Christian Graf Brockdorff absegnen lassen.

Logistische Abläufe haken

Wie das Wirtschaftsblatt berichtet, ist dem Fashion-Start-up, das seit 2013 am Markt ist, das Geld ausgegangen. Dabei hatte der Fashionhändler erst im Juli dieses Jahres eine Finanzierungsrunde von 30 Millionen Euro erfolgreich abgeschlossen. Laut der Onlineausgabe des "Manager Magazins" vom 12. November könnte einer der Gründe für die Pleite auch im logistischen Bereich liegen. So sollen etwa die Abläufe im kürzlich eröffneten Logistikzentrum des Händlers in den vergangenen Wochen nicht reibungslos funktioniert haben. Seit der Eröffnung im August dieses Jahres sei es zu Verzögerungen bei der Auslieferung von Ware gekommen und auch im Retourenbereich hätte es wiederholt Schwierigkeiten bei der korrekten Verbuchung der Rücksendungen gegeben. Daraufhin kam es laut Manager Magazin zu zahlreichen Kundenbeschwerden, die das Unternehmen jedoch nicht über seinen Kundenservice hätte abwickeln können.

Märkte geschlossen

Nach Angaben des Manager Magazins hat Lesara in den vergangenen Wochen unter anderem seine Märkte in Spanien und Schweden geschlossen, um Kosten zu sparen. Zudem sei das Marketing des Unternehmens zurückgefahren worden. Wie das Magazin bereits im Frühjahr berichtet hatte, habe der Lesara-Gründer schon im Vorfeld der Insolvenz die Zahlen des Fashionhändlers geschönt. So sei in der Öffentlichkeit von einem Jahresumsatz von 150 Millionen Euro die Rede gewesen, bei dem allerdings die Retouren nicht rausgerechnet worden wären. Der tatsächliche Umsatz lag laut Manager Magazin lediglich bei 71 Millionen Euro.

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