E-Commerce-Drehscheibe: Fressnapf kombiniert AutoStore-System mit Vanderlande-Handhabungslösung

Die Fressnapf-Gruppe engagiert Vanderlande, um ihr neues Logistikzentrum in Nörvenich zu automatisieren. Herzstück ist dabei ein AutoStore-System, das zusammen mit der Vanderlande-Schwestergesellschaft Toyota Material Handling Deutschland realisiert wird.

Fressnapf nutzt bei seiner neuen E-Commerce-Drehscheibe in Nörvenich Automatisierungstechnik von Vanderlande. (Bild: Vanderlande)
Fressnapf nutzt bei seiner neuen E-Commerce-Drehscheibe in Nörvenich Automatisierungstechnik von Vanderlande. (Bild: Vanderlande)
Gunnar Knüpffer

Der Heimtierbedarf-Anbieter Fressnapf vertraut bei der Automatisierungstechnik für seine neue E-Commerce-Drehscheibe in Nörvenich auf den Generalunternehmer Vanderlande. Ab Sommer 2025 sollen an diesem Standort sukzessiv bis zu 800 neue Jobs in der Logistik entstehen, berichtete LOGISTIK HEUTE am 16. Februar. Zweck der Anlage ist die Bearbeitung von E-Commerce-Aufträgen aus dem Segment der Tiernahrung und des Tierzubehörs, teilte Vanderlande am 20. Februar in einer Presseaussendung mit. Dieses Segment besteht aus einem sehr umfangreichen Sortiment an kleinen und großen Artikeln, dessen Auftragsabwicklung es sinnvoll zu automatisieren gilt. Die Warenvereinnahmung erfolgt dabei in einem Schmalgang-Palettenregal. Von dort aus werden Paletten in die Bereiche Großteile- sowie Kleinteile-Kommissionierung verbracht.

Vanderlande entwickelte in Zusammenarbeit mit der Abteilung Logistics Solutions Integration der Schwestergesellschaft Toyota Material Handling Deutschland ein zukunftssicheres automatisches System. Herzstück der automatisierten Kommissionierung der Kleinteile ist ein AutoStore-System, welches um eine Vanderlande-Systemlösung zur kombinierten Handhabung von Groß- und Kleinteilen ergänzt wurde.

Durch die Kombination mit der Vanderlande-Fördertechnik und sowie durch die Integration eines dynamischen „QUICKSTORE HDS“-Shuttle-Systems wird ein automatisierter Konsolidierprozess von Groß- und Kleinteilen realisiert, wie er laut Vanderlande so bisher ausschließlich manuell in ähnlichen Anlagen gelöst wird.

Die Systemlösung setzt auf strikte Prozesstrennung. So gibt es zum Beispiel für die verschiedenen Artikelgruppen auch unterschiedliche Packbereiche sowie automatische Verschließerlinien mit Volumenreduzierung und Etikettierung. Alle Kartons werden automatisch aufgerichtet und über die Fördertechnik in den entsprechenden Bereich geroutet. Kernelement ist die „DOT.M“-Fördertechnik von Vanderlande. Sowohl für die Paketverteilung auf die Verschließerlinien als auch im Warenausgang wird jeweils ein „POSISORTER“ als Hochleistungsaggregat eingesetzt.

Auch liefert Vanderlande ein WMS auf Basis von SAP EWM mit. Die Einführung des SAP EWM ist damit der letzte Baustein einer einheitlich durchgängigen SAP-Architektur vom Stammdaten-Management bis hin zu der Materialflusssteuerung.