E-Commerce: DPD errichtet bundesweites Netz für Fulfillment-Services für Kunden

Der Paketdienstleister DPD Deutschland führt nach Informationen von LOGISTIK HEUTE mehrere Fulfillment- und Paketdepot-Standorte zusammen, um Onlinehändlern bundesweit Fulfillment als Dienstleistung anzubieten.

DPD Deutschland baut derzeit ein bundesweites Netzwerk für Fulfillment-Services für Online-Händler auf. (Bild: DPD Deutschland GmbH)
DPD Deutschland baut derzeit ein bundesweites Netzwerk für Fulfillment-Services für Online-Händler auf. (Bild: DPD Deutschland GmbH)
Gunnar Knüpffer

DPD Deutschland errichtet nach Informationen von LOGISTIK HEUTE ein bundesweites Netzwerk für Fulfillment-Dienstleistungen insbesondere für kleine und mittelgroße Onlinehändler. Dafür bringt der Paketdienstleister Fulfillment-Standorte und Paketdepot-Standorte geografisch zusammen. „Denn Hauptthema unserer Kunden ist die Durchlaufzeit“, sagte Walter Johne, Director Fulfillment von DPD Deutschland, gegenüber LOGISTIK HEUTE. „Es ist wichtig, dass die Zeit vom Auftragseingang bis zur Entgegennahme eines Paketes durch den Endkunden möglichst kurz ist.“

Künftig werden Logistik und Paketsorter in einem Gebäude angesiedelt sein, das heißt, es gibt eine kurze Verbindung direkt durch Röllchenbahnen. „DPD ermöglicht also kurze Wege zwischen der Kommissionierung eines Auftrags, dem Verpacken und dem direkten Versand“, erläuterte Johne. Für den Fulfillment-Service hat DPD bereits bundesweit fünf Standorte ausgewählt: Diese befinden sich in den Großräumen Stuttgart, Augsburg, Nürnberg, Köln und Bad Bentheim an der holländischen Grenze. Dort erhöht der Paketdienstleister derzeit die Personalstärke.

„Weitere Standorte planen wir im Norden und im Osten, so dass wir dann eine deutschlandweite Abdeckung haben“, kündigte der Director Fulfillment an. „Damit gehen wir auf die Wünsche unserer Kunden ein: Manche wollen geographisch in der Nähe eines Fulfillment-Centers sein und anderen sind die Vorlaufkosten Richtung Hamburg oder Rotterdam wichtig.“ Bei den zwei geplanten Standorten im Norden und Osten wählt Johne aktuell geeignete Flächen sowie die logistische Ausstattung aus, um Ende 2022 mindestens sieben Zentren für Fulfillment-Services betreiben zu können. Dabei könne es sich um bestehende Logistikimmobilien handeln oder auch um Neubauten.

Um die Fulfillment-Dienstleistungen für kleine und mittelständische Unternehmen möglichst schnell und mit wenig Aufwand anbieten zu können, setzt DPD sein cloudbasiertes Warehouse Management System ein. „Dabei können wir mit unserem skalierbaren System von jedem Standort aus die gängigen Marktplatzformen, die die KMU nutzen, standardmäßig abdecken“, sagte Johne. „Acht Wochen nach Vertragsunterschrift ermöglichen wir ein Go Live für die Firmen.“ Das Besondere an dem Fulfillment-Service von DPD sind nach Angaben des Unternehmens späte Bestellannahmen, Order Cut Off, eine hohe Effizienz durch Vorselektieren sowie eine schnelle Anbindung von Neukunden.

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