E-Commerce: AutoStore für Spiel-, Schreibwaren und Dekorationsartikel

Swisslog erhält den Auftrag für ein automatisiertes Lager von Rofu Kinderland.

Die AutoStore Automatisierungslösung bei Rofu Kinderland wird von Swisslog implementiert. (Visualisierung: Swisslog)
Die AutoStore Automatisierungslösung bei Rofu Kinderland wird von Swisslog implementiert. (Visualisierung: Swisslog)
Melanie Wack

Rofu Kinderland, ein Spielwarenfachhändler, reagiert auf das wachsende Online-Geschäft mit dem Neubau eines automatisierten Lagers. Swisslog plant und installiert einer Pressemitteilung zufolge ein Gesamtsystem inklusive „AutoStore“-System, Software und Fördertechnik. Es soll die Lieferfähigkeit weiter verbessern und die Effizienz steigern. Das Lager soll in der Logistikzentrale von Rofu im rheinland-pfälzischen Hoppstädten-Weiersbach entstehen und im Mai 2021 fertiggestellt sein. „

Wir können unsere neue Logistik kaum erwarten“, freut sich Michael Fuchs, Geschäftsführer von Rofu Kinderland.

Kompaktlagertechnik als Lösung

Das neue AutoStore-System bei Rofu soll die zurzeit hauptsächlich manuell ausgeführte Intralogistik des Spielwarenhändlers nicht nur vergrößern, sondern auch flexibler, schneller, ergonomischer und wirtschaftlicher gestalten – unter der Voraussetzung, dass die neue Technologie in ein Bestandsgebäude passt, so heißt es in der Mitteilung. Die Lagerform sei für das Produktportfolio gut geeignet, das aus rund 3.500 verschiedenen Artikeln des Rofu-Kleinspielzeug-Sortiments besteht, darunter Marken wie Lego, Dickie, Playmobil oder Barbie. Puzzles, Kartenspiele, Schreibwaren oder Dekorationsartikel sollen ebenso im neuen AutoStore-Lager Platz finden.

„Im Vergleich zu anderen Konzepten war AutoStore für Rofu die mit Abstand beste Lösung“, sagt Steffen Klöver, Sales Manager von Swisslog, und fährt fort, „dank der Modulbauweise können wir das System in die vorgegebenen Räumlichkeiten sehr gut einfügen und in relativ kurzer Zeit installieren.“ Er verweist außerdem auf ein zusätzliches Argument für die automatisierte Kompakttechnik: „Bei gleicher Leistung nimmt unser AutoStore 30 Prozent weniger Raum in Anspruch als andere automatische Intralogistiklösungen.“

28.300 Behälterstellplätze

Das AutoStore-System bei Rofu soll rund 28.300 Behälterstellplätze umfassen und zunächst mit 57 Robotern betrieben werden. Elf Arbeitsplätze werden laut Mitteilung an den Kubus angeschlossen, davon fünf „Conveyor-Ports“ und sechs „Karussell-Ports“. 60 Meter Swisslog „QuickMove“-Behälterfördertechnik sowie das Swisslog Warehouse-Management-System „SynQ“ vervollständigen der Mitteilung zufolge die Anlage. Die intelligente, modular aufgebaute Softwareplattform für Lagerverwaltung, Materialfluss und Automatisierung sei bei Bedarf mit Business-Intelligence-Tools zur Steigerung der Performance ausbaufähig.

„Bereits vor Corona haben wir mit der Planung der Automatisierung gestartet. Die derzeitige Situation hat nun insbesondere unser Online-Geschäft nochmals angeheizt damit nahm der Bedarf an schnellen und verlässlichen Lager- und Kommissionierprozessen weiter zu. In schwierigen Zeiten mit Kontaktbeschränkungen, Abstandsgeboten und Reisebegrenzungen besinnt sich die Familie auf ihr Zuhause“, beschreibt Rofu-Geschäftsführer Fuchs, „da ist Spielzeug für die Kleinen ein wichtiger Faktor – und unsere Lieferfähigkeit ist besonders gefragt.“

Expansion möglich

Allgemein lasse das AutoStore-System bei ROFU weitere Expansionen jederzeit zu: „Die enorme Anpassungsfähigkeit war für uns von Anfang an entscheidend“, beschreibt Rofu-Geschäftsführer Fuchs und ergänzt: „Als wir dann noch zwei der von Swisslog für den Handel realisierten AutoStore Anlagen beim Online-Shop Competec/Brack.ch und dem Detailhändler Manor in der Schweiz gesehen hatten, waren wir restlos überzeugt.“

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