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E-Commerce: Amazon soll nach Winsen, aber will der Onlinehändler?

Stadt macht Weg für Logistikzentrum in Norddeutschland frei.
Trägt auch Winsen bald so ein Schild? Die Stadt sagt ja, nur Amazon ist sich noch nicht sicher. (Archivbild: Amazon)
Trägt auch Winsen bald so ein Schild? Die Stadt sagt ja, nur Amazon ist sich noch nicht sicher. (Archivbild: Amazon)
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Nadine Bradl

Onlinehändler Amazon zieht es nach Norddeutschland. Wie die Stadt Winsen (Luhe) in Niedersachsen am 26. August mitteilte, wird das amerikanische Unternehmen eine Logistikhalle anmieten, die von der Firma IDI Gazeley gebaut worden ist. Amazon wolle sie als Logistikzentrum für den Bereich Norddeutschland nutzen.

Winsen hofft auf positive Effekte

Wie die Stadt weiter schreibt, sollen dadurch rund 1.500 neue Arbeitsplätze im Luhdorfer Gewerbegebiet entstehen. „Die Ansiedlung des Online-Versandhändlers ist ein Gewinn für den Gewerbe- und Wirtschaftsstandort Winsen“, sagt Bürgermeister André Wiese. „Und dabei geht es nicht nur um die außergewöhnlich hohe Zahl an neu entstehenden Arbeitsplätzen. Lässt sich ein Unternehmen dieses Kalibers in einer Kommune nieder, hat das regelmäßig auch positive Effekte auf die Einwohnerzahl, die Steuerkraft, die Auftragslage anderer Dienstleister und Handwerker und auf das Image.“

Stadt stimmt Bebauungsplanänderung zu

Bereits im September 2017 wolle der Onlinehändler den Betrieb aufnehmen. Davor wird laut Stadt der zweite Abschnitt des Hallenneubaus realisiert, sodass dem Mieter dann eine Gesamtfläche von 70.000 Quadratmetern für die langfristige Nutzung zur Verfügung steht. Für die Umsetzung der Planung brauche es drei Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans, denen der Verwaltungsausschuss zugestimmt habe. So sei unter anderem eine Überschreitung der Höhenbeschränkung von 15 Metern um 2,50 Meter erforderlich. Zudem verkauft die Stadt eine zusätzliche 4.500 Quadratmeter große Fläche für 400 Pkw-Stellplätze im zweiten Bauabschnitt. Der durch Amazon ausgelöste Lieferverkehr liegt laut Mitteilung bei knapp 350 Fahrten pro Tag.

Amazon hält sich bedeckt

Amazon wollte die Pläne gegenüber LOGISTIK HEUTE weder bestätigen noch dementieren. Man gebe über die Zukunft einzelner Standorte keine Auskunft, so ein Unternehmenssprecher. Gegenüber dem NDR sagte Amazon-Sprecherin Anette Nachbar: "Das Unternehmen prüft derzeit an zahlreichen Standorten, ob sie für eine Erweiterung des Logistiknetzwerks infrage kommen. Die Entscheidung darüber hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab."

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