Drohnen: doks.innovation feiert Online-Release

Die neue Drohne „inventAIRy XL“ führt die Inventur autonom durch.

Die neue Drohne „inventAIRy XL“ des Start-ups doks.innovation erledigt die Bestandserfassung im Palettenlager vollautomatisch. (Foto: doks.innovation)
Die neue Drohne „inventAIRy XL“ des Start-ups doks.innovation erledigt die Bestandserfassung im Palettenlager vollautomatisch. (Foto: doks.innovation)
Melanie Endres

Am 29. Oktober 2020 war es endlich soweit: doks.innovation hat seine neue Drohne „inventAIRy XL“ vorgestellt. Bei dem Online-Event zeigte doks. innovation GmbH die Lösung für eine vollautomatische Bestandserfassung im Palettenregallager. Die neueste Drohneninventur-Technologie, die in enger Zusammenarbeit mit Pilotkunden entwickelt wurde, erfüllt doks.innovation zufolge alle relevanten Wünsche der Kunden aus der Logistikbranche: fünf Stunden ununterbrochene Einsatzzeit, Betrieb über Nacht und bei völliger Umgebungsdunkelheit. In einem Live-Stream auf Twitch konnten die rund 100 interessierten Zuschauer das Team kennenlernen, einen 30-minütigen Flug im Lager verfolgen und inventAIRy XL das erste Mal sehen. Zur Präsentation des neuen Systems und dem Blick ins Unternehmen gesellten sich Fireside-Chats mit dem Oberthema „Resiliente Supply Chains: Was bewirken Digitalisierung und Automatisierung von Intralogistik-Prozessen unter Berücksichtigung möglicher Einschränkungen und Krisen?“

Drohne und AGV

Bei inventAIRy XL handelt es sich um die Kombination aus einer Drohne, einem AGV (Automated Guided Vehicle) und intelligenter Software. Das System wird laut doks.innovation bequem vom Schreibtisch aus gestartet, bewegt sich selbstständig zum vorher definierten Inventur-Bereich und startet dort selbstständig die Bestandserfassung. Hierzu bewege sich das System Gang für Gang, Stellplatz für Stellplatz durch den vorher definierten Bereich und erfasst die dort gelagerten Bestände. Mit bis zu fünf Stunden Einsatzzeit und automatisierter Wiederaufladung nutzen Anwender Leerlaufzeiten sinnvoll, aufgrund des hohen Autonomiegrades ist sogar ein Einsatz über Nacht denkbar, so die Angaben. Die gesammelten Daten werden durch die doks.-Software ausgewertet und können direkt in WMS/ ERP-System exportiert und mit diesem abgeglichen werden.

„Für uns ist es das wichtigste Projekt des Jahres, deswegen haben wir unser komplettes Marketingbudget in die Präsentation mitsamt Filmteam, Nebelmaschine und Scheinwerfern gesteckt“, berichtet Gründer und Unternehmenschef Benjamin Federmann (36). Im Frühjahr waren wegen der Coronakrise Investoren für das neue Produkt abgesprungen. Ein KfW-Kredit hat dem jungen Unternehmen die Flucht nach vorne ermöglicht. „Damit konnten wir in die Entwicklung investieren und Personal aufstocken“, berichtet Benjamin Federmann, CEO doks. innovation.

Freie Kapazitäten identifizieren

So können im Lager freie Kapazitäten identifiziert, und sogar verlorengegangene Ware lokalisiert werden, heißt es bei doks.innovation. Brauchte es für die Inventur vorher noch zwei Mitarbeiter, die sich von Regal zu Regal arbeiteten, um die Inventur manuell durchzuführen, werde dies nun von inventAIRy XL innerhalb kurzer Zeit und mit weniger Aufwand erledigt. Die neuste Lösung bringe bis zu 90 Prozent Zeit- und bis zu 70 Prozent Kostenersparnis. Dies erlaube den Mitarbeitern im Lager sich anderen, wichtigeren Tätigkeiten zu widmen. Der Kunde erhält laut Presseangaben einen digitalen Zwilling seines Lagers, so können Prozesse effizienter und vorausschauender geplant werden.

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