Dokumentenmanagement: Österreichische Post bündelt Aktivitäten beim Geschäftsprozess-Outsourcing

Die Österreichische Post fasst ihre Aktivitäten im Bereich der Informations- und Geschäftsprozesse in dem Tochterunternehmen Post Business Solutions zusammen. Damit soll einer der größten Player im Dokumenten-Outsourcing in Österreich entstehen.

 

Die Österreichische Post fasst ihre Aktivitäten im Dokumentenmanagement zusammen (v.l.n.r.): Das kommunizierten Walter Oblin, Generaldirektor-Stellvertreter und Vorstand für Brief & Finanzen der Österreichischen Post AG, und George Wallner, Geschäftsfeldleiter Post Business Solutions in der Österreichischen Post. (Bild: Österreichische Post)
Die Österreichische Post fasst ihre Aktivitäten im Dokumentenmanagement zusammen (v.l.n.r.): Das kommunizierten Walter Oblin, Generaldirektor-Stellvertreter und Vorstand für Brief & Finanzen der Österreichischen Post AG, und George Wallner, Geschäftsfeldleiter Post Business Solutions in der Österreichischen Post. (Bild: Österreichische Post)
Gunnar Knüpffer

Die Post Business Solutions GmbH, ein Tochterunternehmen der Österreichischen Post AG, vereint Lösungen im Bereich der Informations- und Geschäftsprozesse unter einer gemeinsamen neuen Marke. Durch den Zusammenschluss der vier bisherigen Tochterunternehmen Scanpoint, EMD, D2D und Sendhybrid wird das Dienstleistungsportfolio zusammengefasst, heißt es in einer Pressemitteilung der Österreichischen Post vom 9. Juni. Diese Tochterunternehmen der Österreichischen Post bearbeiten jeden Tag 1,6 Millionen Seiten für 450 Geschäftskunden aus acht Ländern, vor allem aus den Bereichen öffentliche Verwaltung, Banken, Versicherungen, Telekommunikations- und Industrieunternehmen. Post Business Solutions entwickelt sich damit nach Angaben des Unternehmens zu einem großen Dokumenten-Outsourcing-Player in Österreich.

Post Business Solutions will bis zu 70 neue Jobs schaffen

Ein einheitlicher Markenauftritt unter dem Motto „One Face to the Customer“ soll dafür sorgen, dass mehr als 30 physische und digitale Lösungen in diesem Bereich integriert und aus einer Hand angeboten werden. Die gebündelte Kompetenz und die neue Marke spiegeln sich auch in einem neuen Logo unter dem Dach der Österreichischen Post AG wider.

Durch den Zusammenschluss bleiben die bestehenden Produktionsstätten in Graz, Haid bei Linz, Wien und Nitra sowie sämtliche Arbeitsplätze der insgesamt 520 Mitarbeiter erhalten. Gleichzeitig sollen durch die geplante Wachstumsstrategie in den kommenden Jahren bis zu 70 neue Jobs geschaffen werden.

Rund 30 Lösungen der Post Business Solutions umfassen den gesamten Nutzungszyklus von Informationen von innen nach außen und innerhalb eines Unternehmens. Dieser Zyklus wird in vier Schritten umgesetzt:

  1. Abholung und Zustellung von Brief- und Postsendungen im Rahmen des Poststellenmanagements („Collect your data“),
     
  2. digitale Transformation von Dokumenten („Transform your data“),
     
  3. Dokumentenmanagement („Manage your data“) und
     
  4. Optimierung der Kundenkommunikation („Communicate your data“). In diesem Bereich nimmt die Post Business Solutions laut eigenen Angaben hinsichtlich Produktionsleistung bereits eine der führenden Positionen auf dem österreichischen Markt ein: Jährlich werden 500 Millionen Seiten gedruckt – Rechnungen, Briefe, Mitteilungen und vieles mehr. So werden durch unterschiedliche Lösungen insgesamt 80 Millionen Seiten pro Jahr digitalisiert. Es könnten beispielsweise Rechnungen mithilfe Künstlicher Intelligenz und durch Überprüfung seitens Mitarbeiter der Post Business Solutions innerhalb von 24 Stunden bearbeitet werden. Damit solle laut Österreichischer Post eine „hundertprozentige Datenqualität garantiert“ werden. Zudem werden 4,2 Millionen Geschäftsdokumente pro Jahr durch den E-Brief digital zugestellt.

Darüber hinaus nutzt Post Business Solutions neue Technologien wie etwa Robotic Process Automation (RPA) und setzt eigenen Angaben zufolge auf hohe europäische Standards im Bereich Datenschutz.

„Durch das Outsourcing an die Post Business Solutions können Unternehmen wichtige Ressourcen für ihre Kernaufgaben freisetzen und dabei Qualitätsverbesserungs- und Kosteneinsparungspotenziale heben“, meinte George Wallner, Geschäftsfeldleiter Post Business Solutions in der Österreichischen Post AG.

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