Distanzsensor: Radarsensor misst unter rauen Umgebungsbedingungen

Eine typische Anwendung des Sensors R1D von Ifm ist die Erfassung von Fahrzeugen wie Lkw und Schiffen bei Andockvorgängen an Be- und Entladerampen.

Widrige Umgebungsbedingungen stellen für den neuen Radarsensor R1D kein Problem dar. (Bild: Ifm)
Widrige Umgebungsbedingungen stellen für den neuen Radarsensor R1D kein Problem dar. (Bild: Ifm)
Therese Meitinger

Der neue Distanzsensor „R1D“ des Essener Herstellers Ifm arbeitet nach Unternehmensangaben mit Radartechnologie und kann so den Abstand zu Objekten auch bei widrigen Bedingungen zuverlässig erfassen. Der Radarsensor ist laut einer Pressemitteilung vom Januar besonders für Anwendungen im Außenbereich geeignet, wo beispielsweise Staub oder Dampf die Sicht behindern können. Da er mit einem fokussierten Radarstrahl arbeitet, erfasst er Ifm zufolge auch Objekte mit schlechten Reflexionseigenschaften.

Dass er für widrige Bedingungen geeignet sei, liege auch an der hohen Schutzart IP69K, der Schock- und Vibrationsbeständigkeit sowie dem weiten Arbeitstemperaturbereich von -40 °C bis 80 °C. heißt es. Der Messbereich des neuen Radarsensors reicht laut Anbieter je nach Objekt bis zu 50 Meter. Neben dem Abstand zum Objekt kann demnach gleichzeitig auch die aktuelle Geschwindigkeit relativ zum Sensor ermittelt werden. Die Messergebnisse des Sensors werden über zwei parametrierbare Ausgänge übertragen. Zur Verfügung stehen dabei nach Herstellerangaben ein Analogausgang, der auch als Schaltausgang parametriert werden kann, sowie eine digitale IO-Link-Schnittstelle. Die Parametrierung des Sensors erfolgt demnach ausschließlich über die IO-Link-Schnittstelle – etwa mit der Software „Vision Assistant“.

Die richtigen Objekte im Vision Assistant auswählen

Mit Vision Assistant habe der Anwender zahlreiche Möglichkeiten zur Konfiguration, so Ifm. So würden in der Visualisierung der Software alle erkannten Objekte angezeigt. Der Anwender kann hier laut Anbieter sehr einfach die richtigen Objekte auswählen und den Sensor über Filter parametrieren. Die Schaltausgänge können beispielsweise so konfiguriert werden, dass sie bei vorgegebenen Abständen oder Geschwindigkeiten schalten.

Die Anwendungsbereiche des neuen R1D liegen nach Unternehmensangaben überall dort, wo Abstände zuverlässig auch unter schwierigen Bedingungen gemessen werden müssen. Eine typische Anwendung ist die Erfassung von Fahrzeugen wie Lkw und Schiffen bei Andockvorgängen an Be- und Entladerampen. Der Radarsensor bestimmt auch die Beladung und Geschwindigkeit von Förderbändern und wird in Waschstraßen eingesetzt, da er robust gegenüber Sprühnebel ist.