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Digitalisierung: Luftfracht im Aufwind

Mehr digitalisierte und automatisierte Prozesse im Bereich Air Cargo.
Die Luftfracht gilt als relativ rückständig, was Digitalisierung anbelangt. Doch jetzt macht sie Boden gut. (Foto: AdobeStocks/thatsarpars)
Die Luftfracht gilt als relativ rückständig, was Digitalisierung anbelangt. Doch jetzt macht sie Boden gut. (Foto: AdobeStocks/thatsarpars)
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László Dobos

Die klassische Luftfracht ist nicht gerade bekannt für hochautomatisierte und digitalisierte Prozesse. Bis das Frachtstück eines Versenders ins Flugzeug gepackt wird, muss es eine komplizierte Kette mit vielen Beteiligten durchlaufen. Das Frachtstück kommt per Lkw zum Flughafen, wo Frachtabfertiger es nach Kriterien wie Gewichtsverteilung, Gefahrenklasse und Größe auf spezielle Ladungsträger umladen. Nebenbei sind noch Zollformalitäten zu erledigen. Erst dann bringen die Bodenverkehrsdienste den Ladungsträger mit der Fracht zum Flugzeug, der dann eingeladen wird. Und nach der Landung des Flugzeuges muss das Frachtstück denselben Prozess in umgekehrter Reihenfolge durchlaufen. Etwa sechs Tage dauert es im Schnitt, bis eine Sendung vom Verlader zum Empfänger kommt.

Prozesse wie vor 40 Jahren

Häufig gibt es keine Datentransparenz zwischen den vielen Akteuren. Oft werden Informationen auf Papier oder per Telefon ausgetauscht. „In der Luftfracht passieren viele Dinge noch so, wie sie vor 40 Jahren passiert sind“, fasst der Vorstandchef von Lufthansa Cargo, Peter Gerber, zusammen. Doch in der jüngsten Vergangenheit haben mehrere Akteure Initiativen auf den Weg gebracht, um die Digitalisierung und den Datenaustausch in der Luftfracht nach vorne zu bringen. Viele Beispiele waren auf der Air Cargo Conference, die Ende August in Frankfurt stattfand, zu sehen.

Einfache Frachtraumbuchung und smarte Trailer

So hat das Startup Cargo.one eine Internet-Plattform für Frachträume in Flugzeugen auf die Beine gestellt. Die Buchung von Frachtraum erfolgt dort laut dem Unternehmen genauso schnell, einfach und übersichtlich wie die Buchung eines Flugtickets für Passagiere. Auch die Hochschule RheinMain will die Luftfracht modernisieren. Sie arbeitet mit Partnern an einem smarten Trailer, der über eingebaute Kameras die Art und Volumen der Fracht beim Einladen erfasst. Die Informationen gehen dann von den Speditionen direkt zu den Frachtabfertigern. Sie können sich damit besser auf die Fracht vorbereiten.

Katalysatoren Konkurrenz und Krise

Vor allem die Konkurrenz treibt den Wandel an. Integratoren wie DHL, FedEx und UPS beherrschen die gesamte Prozesskette mit eigenen Lkw, Frachtabfertigern und Flugzeugen. Sie überblicken dort sämtliche Daten. Damit können Sie ein Frachtstück von einem Versender in Deutschland zu einem Empfänger in den USA innerhalb von 48 Stunden transportieren. Um mitzuhalten, rüstet die klassische Luftfracht auf. Aber auch eine schwere Krise Ende 2017 am Frankfurter Flughafen wirkte wie ein Katalysator für Veränderungen. Der Weihnachtspeak überforderte viele Beteiligte, Lkw-Fahrer mussten bis zu 40 Stunden warten, damit ihre Fracht abgefertigt wird.

Welche Lösung die Frachtabfertiger LUG und FCS ausgearbeitet haben, um solche Krisen zu verhindern, welche Entwicklungen es in den Bereichen autonome Frachtflugzeuge sowie künstliche Intelligenz bei der Frachtabfertigung gibt und was sich sonst im Bereich Luftfracht tut, lesen Sie in der Titelgeschichte der LOGISTIK HEUTE-Ausgabe 10/2018, die am 10. Oktober erschienen ist.

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