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Digitalisierung: „Logistik ist der Schlüsselfaktor“

Bundesverkehrsminister Dobrindt betont auf transport logistic 2017 Rolle der Logistik.
Eröffnete am 9. Mai mit seiner Keynote zur Digitalisierung die transport logistic 2017 in München: Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur. (Foto: Messe München)
Eröffnete am 9. Mai mit seiner Keynote zur Digitalisierung die transport logistic 2017 in München: Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur. (Foto: Messe München)
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Matthias Pieringer

In der Innovationsphase der Digitalisierung könne nur gewinnen, wer die Digitalisierung konsequent mitgeht. Dies unterstrich Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, in seiner Eröffnungsrede zur Messe transport logistic 2017 in München. Zu Beginn der Wahlperiode habe es in der Bundesregierung noch Stimmen gegeben, die meinten, dass das Physische durch das Digitale ersetzt werde und Logistik und Transport in den Hintergrund treten würden. „Das Gegenteil ist der Fall“, betonte Dobrindt auf der transport logistic. Industrie 4.0, Onlinehandel und Vernetzung der Dinge führten zu mehr Transaktionen. „Die Digitalisierung ist nicht der Sargnagel der Logistik, sondern die Logistik ist der Schlüsselfaktor, um die Digitalisierung zum Erfolg zu führen“, sagte der Bundesverkehrsminister in München.

Wandel durch neue Technologien

Die Mobilität an sich hat Dobrindt zufolge einen Wandel vor sich, „wie wir ihn in den letzten hundert Jahren nicht erlebt haben.“ Das Automatisierte Fahren, die Vernetzung des Verkehrs, die Antriebswende zur E-Mobilität, Drohnen, Lieferroboter und neue Technologien wie der 3D-Druck werden, so der Minister, erhebliche Veränderungen für die Logistik bedeuten.

Investitionen in die Infrastruktur

Damit die Güterverkehrsketten optimiert werden können, muss die Politik laut Dobrindt die passenden Rahmenbedingungen schaffen – was in erster Linie die Infrastruktur betrifft. In seiner Amtszeit seien die Investitionen in die Infrastruktur um 40 Prozent erhöht worden – von rund zehn Milliarden auf einRekordniveau von jetzt mehr als 14 Milliarden Euro. Zugleich mahnte Dobrindt schnellere Planungen an. „Ich bin der erste Verkehrsminister seit Jahrzehnten, der in eine Situation gekommen ist, dass er mehr Geld zur Verfügung hat als Projekte, die er auf die Reise bringen will.“ Er habe eine Kommission eingesetzt, um Ideen für die Planungsbeschleunigung zu fördern. Es gelte Diskussionsprozesse zu modernisieren und den Bürokratiedschungel zu lichten, machte der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur deutlich.

Um die digitale Entwicklung voranzubringen, brauche es auch starke Netze, so Dobrindt. So sollen im Rahmen eines Bundesförderprogramms mehr als 200.000 Kilometer neue Glasfaserleitungen inDeutschland verlegt werden. Dobrindt wies auch auf einAnfang 2017 gestartetes Sonderprogramm hin, um Gewerbegebiete an das Gigabitnetz anzuschließen.

Ziel sei es 5G in ganz Deutschland bis zum Jahr 2025 auszurollen – als wesentlichenBeitrag, um Logistik und Digitalisierung in Zukunft stärker über die Infrastruktur zu verknüpfen, unterstrich er in Bezug auf die neue Mobilfunkgeneration.

Von der Last Mile aus rückwärts

Nach der Messeeröffnung durch Alexander Dobrindt diskutierte eine Expertenrunde unter demTitel „E-mobility, E-commerce, E-next? Eine neue Zukunftsvision für die Logistik“. Bernd Schwenger, Amazon-Logistics-Chef für Deutschland, erklärte den Leitsatz des Unternehmens, von der LetztenMeile aus rückwärts zu arbeiten. „Wer es jetzt nicht schafft, die Supply Chain auf eine Demand Chain umzustellen, wird Probleme bekommen.“

Die transport logistic 2017, Internationale Fachmesse für Logistik, Mobilität, IT und Supply Chain Management, findet vom 9. bis 12. Mai in München statt. 2.162 Aussteller aus 62 Ländern zeigen in neun Messehallen und auf dem Freigelände ihre Angebote.

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