Digitalisierung: Künstliche Intelligenz gegen Lieferengpässe

Abels & Kemmner sowie Hpossner Consulting wollen die Baustoffbranche digitaler machen, um Absatzverluste zu minimieren.

Abels & Kemmner wollen gemeinsam mit der Beratungsgesllschaft Hpossner Consulting die Baustoffbranche digitaler machen. Dabei soll auch künstliche Intelligenz zum Einsatz kommen. (Foto: Biker3/Fotolia)
Abels & Kemmner wollen gemeinsam mit der Beratungsgesllschaft Hpossner Consulting die Baustoffbranche digitaler machen. Dabei soll auch künstliche Intelligenz zum Einsatz kommen. (Foto: Biker3/Fotolia)
Sandra Lehmann

Die Anbieter von Services zur Optimierung der Wertschöpfungskette in Baustoffindustrie und -handel, Abels & Kemmner und Hpossner Consulting, haben sich nach eigenen Angaben zur Taskforce „SCM@baustoffe“ zusammengeschlossen, um Baustoffhersteller und -händler bei der Optimierung ihrer Supply Chains zu unterstützen. Die Schwerpunkte der neu geschaffenen Taskforce liegen laut einer Pressemeldung beider Unternehmen sowohl in der Beratung von Unternehmen bei der Digitalisierung des physischen Warenflusses als auch in der Automatisierung der Managemententscheidungen, die diesen Warenfluss auslösen. An entscheidenden Stellen werde das Team hierbei auch auf Künstliche Intelligenz zurückgreifen, um Prozesse schneller und besser und teils sogar auch erstmals möglich zu machen.

„Lieferengpässe und fehlende Lieferzuverlässigkeit stehen gerade in den vergangenen Jahren ganz oben auf der Liste der Ursachen für signifikante Absatz- und Umsatzverluste in der Baustoffbranche. In einem saisonalen Marktumfeld gelingt es trotz unveränderter Überkapazitäten in der Produktion bislang nicht, die Lieferperformance anderer Branchen zu erreichen,“ sagt Hans-Peter Oßner, Management Beratung, Hpossner Consulting.

„Fehlende Transparenz entlang der Lieferketten verdeckt den Blick auf die Ineffizienzen und damit die Potentiale zur deutlichen Steigerung des wirtschaftlichen Erfolgs der Unternehmen. Dies über die gesamte Supply Chain hinweg vom Lieferanten über Hersteller und Handel bis hin zur Baustelle,“ erklärt Professor Dr. Götz-Andreas Kemmner, Gründer und Präsident von Abels & Kemmner.

Zentrale Handlungsfelder sehen die Berater im Aufbau und der Optimierung einer durchgehenden Planungskette – von der Absatzprognose bis zur Disposition – sowie in der Optimierung der gesamten Daten und Parameter, die für die Planung und Disposition der Artikel notwendig sind. Beide Themen stellten das Fundament automatisierter Managemententscheidungen und damit sowohl besserer als auch effizienterer Supply Chain Prozesse dar.

Konkret würden die Beratungsergebnisse durch den Einsatz von Simulationen und Künstlicher Intelligenz, die den wirtschaftlichen Nutzen der Digitalisierung in der Baustoffbranche in Zahlen fassen und damit greifbar machten. Damit würden beispielsweise

  • Prognosen und Lieferfähigkeit deutlich verbessert, - Sicherheitsbestände, besonders bei sporadischen Bedarfen und saisonaler Nachfrage auf Basis verteilungsfreier Verfahren, zuverlässig berechnet sowie
  • Entscheidungsmechanismen erarbeitet, die Bedarfe rechtzeitig auslösen, noch bevor Kunden bestellt haben. Ziel der Taskforce SCM@baustoffe sei es, die gesamte logistische Supply Chain der Baustoffbranche zu befähigen, punktgenauer liefern zu können
  • ganz gleich wie viel, wovon, wann und wo auch immer benötigt wird.

Kunden profitierten von geringeren Logistikkosten, niedrigeren Lagerbeständen und von einer höheren Lieferbereitschaft und -zuverlässigkeit bei messbarem Umsatzwachstum. Mit den angewandten Methoden könnten auch in der Baustoffbranche Lieferbereitschaftsgrade von 95 bis 98 Prozent erreicht werden, heißt es in der Pressemitteilung.

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