Digitale Spedition: Forto bietet Plastikentfernung als Service an

Der Service „Ocean Plastic Prevention“ bietet den Erwerb von Plastic Credits an, die auf die Säuberung des stark verschmutzten Flusses Citarum von Plastikmüll einzahlen.   

In den Ozeanen befinden sich Forto zufolge aktuell rund 5,25 Billionen Plastikteile. (Symbolbild: digitalstock / AdobeStock)
In den Ozeanen befinden sich Forto zufolge aktuell rund 5,25 Billionen Plastikteile. (Symbolbild: digitalstock / AdobeStock)
Therese Meitinger

Forto, digitaler Spediteur mit Sitz in Berlin, hat Ende September einen Service auf den Markt gebracht, der Verladern helfen soll, die Mengen an Plastik zu reduzieren, die ins Meer gelangen. Das Produkt „Ocean Plastic Prevention” ist laut einer Pressemitteilung in Zusammenarbeit mit Plastic Fischer entstanden, einer Organisation, die sich auf die Rückgewinnung und das professionelle Verarbeiten von Kunststoffabfällen spezialisiert hat.

In den Ozeanen befinden sich Forto zufolge 5,25 Billionen Plastikteile, Jjdes Jahr kommen 500.000 Tonnen Plastik hinzu, Inzwischen isei bekannt, dass fast 700 Meeresarten durch Plastik geschädigt werden, heißt es. Der Großteil des Plastiks im Meer stamme aus Flüssen, wobei ein Prozent der Flüsse für 80 Prozent des Meeresplastiks verantwortlich ist. Das Abfangen von Plastik in Flüssen sei viel kosteneffizienter als die Bewältigung der Folgen flussabwärts.

Schwimmende Flussbarrieren sammeln Plastik

Der Service „Ocean Plastic Prevention” ermöglicht Forto zufolge Unternehmen den Erwerb von Plastic Credits. Diese entsprechen demnach der Menge an Plastik, die von Plastic Fischer aus dem Citarum - einem der am stärksten verschmutzten Flüsse der Welt - in der Nähe der Stadt Bandung in Indonesien gesammelt und verarbeitet wird. In dieser Region sind viele Fabriken angesiedelt, die Kunden von Forto beliefern.

Plastic Fischer setzt laut der Mitteilung für die Säuberung die „TrashBoom“-Technik ein – schwimmende Flussbarrieren, in denen das angeschwemmte Plastik hängen bleibt und eingesammelt wird. Der Zaun geht nach Unternehmensangaben tief genug ins Wasser, um das Plastik aufzuhalten, und lässt Fischen zugleich genügend Platz, darunter hindurch zu schwimmen. Insgesamt habe Plastic Fischer zehn dieser Systeme im Citarum installiert und bereits über 200 Tonnen River Plastic gestoppt, gesammelt und verarbeitet, heißt es.

Jedes Kilogramm des gesammelten Plastikmülls werde mithilfe eines Tracking-Tools von Empower Eco erfasst. Dank der Blockchain-Technologie werden die Daten manipulationssicher, was den Prozess vor Korruption schützt. Zu jedem Zeitpunkt sollen Forto-Kunden nachverfolgen können, wie viel Material gesammelt, sortiert, gelagert oder zur Weiterverarbeitung oder zum Recycling weitergeleitet wurde.  Für jedes Kilogramm vermiedener Meeresplastik, das ein Kunde erwirbt, will Forto ein Kilogramm dazu finanzieren, bis insgesamt 10.000 Kilogramm erreicht sind.

Achim Jüchter, Head of Sustainable Logistics Offering bei Forto:

„Wir sind der festen Überzeugung, dass Unternehmen eine entscheidende Rolle beim Schutz unseres Planeten spielen müssen. Durch unseren „Ocean Plastic Prevention”-Service kann jede Sendung einen unmittelbaren Beitrag zur Reduzierung des Plastikmülls in den Ozeanen leisten.“