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Digital-Gipfel 2019: Weltpremiere für autonomen High-Speed-Schwarm

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik stellt „LoadRunner“ in Dortmund vor.

Von links: Thomas Jarzombek, Beauftragter des BMWi für die Digitale Wirtschaft und Start-ups, Dr. Béla Waldhauser (Eco-Verband), Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW, Prof. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, und Alexander Rabe, Geschäftsführer eco - Verband der Internetwirtschaft e.V. (Foto: Fraunhofer IML)
Von links: Thomas Jarzombek, Beauftragter des BMWi für die Digitale Wirtschaft und Start-ups, Dr. Béla Waldhauser (Eco-Verband), Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW, Prof. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, und Alexander Rabe, Geschäftsführer eco - Verband der Internetwirtschaft e.V. (Foto: Fraunhofer IML)
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Therese Meitinger

Ein neuer Schwarm autonomer High-Speed-Fahrzeuge des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML hat am 28. Oktober im Rahmen des Digital-Gipfels 2019 in Dortmund seine Weltpremiere gefeiert. Dabei kamen nach Angaben der Forschungseinrichtung hochverteilte künstliche Intelligenz und eine Kommunikation über den Mobilfunkstandard 5G zur Anwendung.

Das Fraunhofer IML verortet seine Entwicklung im Zukunftsszenario der digitalen Plattformökonomie „Silicon Economy“, die es ermöglichen soll, dass sich Fahrzeugschwärme zur Zielerreichung selbst organisieren und mit Menschen, anderen Schwärmen und Plattformen zu kommunizieren. Das High-Speed-Fahrzeug „LoadRunner“ kann sich nach Eigenangaben hochdynamisch mit einer Geschwindigkeit von bis zu zehn Metern pro Sekunde im Schwarm organisieren und sich bei Bedarf sogar für Transportaufträge zusammenkoppeln. Dank künstlicher Intelligenz ist es dem Fraunhofer IML zufolge in der Lage, selbstständig Aufträge anzunehmen und zu verhandeln. Bei der Informationstour des Digital-Gipfels zum Thema „Digitale Plattformen“ führten die beteiligten Forscher verschiedene denkbare Szenarien vor, zu welchen Zwecken sich die Fahrzeuge künftig einsetzen ließen.

Schwarm ersetzt Fördertechnik

„Im physischen Materialfluss werden Schwärme autonomer Fahrzeuge bald Teile der klassischen Fördertechnik ersetzen“, prognostizierte Prof. Dr. Dr. h.c. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML, bei der Vorstellung des Fahrzeugschwarms. Die technologische Basis dafür bildeten künstliche Intelligenz, 5G-Netze und die automatisierte Organisation und Abrechnung per Blockchain – sowohl der Geräte untereinander als auch mit ihren Plattformen. „Mit dem LoadRunner haben wir einen zentralen Mosaikstein für die Logistik von morgen entwickelt und setzen einen internationalen Benchmark in puncto autonomer Transportsysteme und künstlicher Intelligenz.“

 

Das Projekt ist auch Teil des Landesexponats NRW „Offene und föderale Plattformen in der Logistik – digitale B2B-Geschäftsmodelle aus NRW“ – einem der wenigen Exponate, dem die Bundeskanzlerin während ihres Rundgangs am 29. Oktober einen Besuch abstattete. Neben dem „LoadRunner“ ließ sie sich dem Fraunhofer IML zufolge von ten Hompel auch eine gemeinsam mit der Deutschen Telekom entwickelten intelligenten Palette, einen gemeinsam mit Rhenus entwickelten intelligenten Wertstoffcontainer erklären.

In Dortmund präsentierten Wissenschaftler des Fraunhofer IML und der TU Dortmund zudem einen biointelligenten Drohnenschwarm, mit dem dem Forschungsinstitut zufolge Algorithmen künstlicher Intelligenz erprobt werden, um so komplexe logistische Aufgaben zu bewältigen.

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