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Dienstleistung: Schenker-CEO geht in Haft

Keine Berufung, kein Wenn und Aber - dafür Vertrauen des DB-Konzerns.
Schenker-Chef Jochen Thewes nimmt das Urteil an und geht in Haft. (Foto: Deutsche Bahn/Max Lautenschläger)
Schenker-Chef Jochen Thewes nimmt das Urteil an und geht in Haft. (Foto: Deutsche Bahn/Max Lautenschläger)
Nadine Bradl

Der Chef der Bahntochter Schenker AG, Jochen Thewes, wird für zwei Wochen in Singapur in Haft gehen. Damit nimmt er das Urteil des dortigen Gerichtes an, das ihn zu 14 Tagen Haft sowie einer Geldstrafe von etwa 650 Euro verurteilt hatte. Das bestätigte eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage von LOGISTIK HEUTE. Thewes sei „für kurze Zeit in Singapur in Haft“.

Thewes nimmt Urlaub für Haft

Zu weiteren Details wolle man sich nicht äußern. Nur so viel: „Herr Thewes hat sich entschieden, keine Berufung einzulegen und das Urteil ohne Wenn und Aber zu akzeptieren. Er hat auf eigenen Wunsch einen kurzen, unbezahlten Urlaub genommen und regelt vor Ort in Singapur seine persönlichen Angelegenheiten. Für die Zeit seiner Abwesenheit gelten die bei Urlauben üblichen Vertretungsregelungen.“ Er gelte nach deutschem Recht als nicht vorbestraft, betont die Sprecherin.

Taxifahrer geohrfeigt

Thewes war vor einem Jahr verurteilt worden, weil er laut der Tageszeitung „The Strait Times“ einen Taxifahrer geohrfeigt und dessen Taxi beschädigt hatte. Das Blatt berichtet, dass es zu einem Streit kam, weil der Taxifahrer Thewes um vier Uhr nicht in seinem Fahrzeug befördern wollte. Grund sei dessen stark angetrunkener Eindruck gewesen. Thewes wollte das offensichtlich nicht akzeptieren, trat zunächst gegen die Taxitür und ohrfeigte dann den Fahrer, der ausgestiegen war, um den Schaden zu begutachten.

Fehlverhalten eingesehen

Sein Fehlverhalten hat Thewes laut Schenker eingesehen: „Herr Thewes hat sich auf ganzer Linie für sein persönliches Fehlverhalten im Streit mit einem Taxifahrer vor einem Jahr in Singapur entschuldigt - bei Mitarbeitern, Kunden und seinem Arbeitgeber, dem DB Konzern. Er hat die Schadensersatzforderungen des Beteiligten in vollem Umfang privat reguliert.“ Zudem habe er seinem Vorgesetzten und einem Gremium des Aufsichtsrates Rede und Antwort gestanden.

DB-Konzern spricht Vertrauen aus

Thewes habe außerdem „glaubhaft versichert, dass es sich um einen einmaligen Vorfall handelt, den er zutiefst bedauert“, so die Schenker-Sprecherin. Somit setze der DB-Konzern auch weiterhin auf seinen CEO: „Nachdem er seine kurze Strafe abgeleistet hat, wird er sich wieder voll und ganz auf seine Aufgaben als CEO der Schenker AG konzentrieren. Herr Thewes hat weiterhin das Vertrauen des DB-Konzernvorstandes.“

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