Dienstleistung: Metro Logistics wird eigenständiges Logistikunternehmen

Im Interview mit LOGISTIK HEUTE erläutert CEO Armin Köller, wie sich Metro Logistics vom Konzerndienstleister zu einem am Markt operierenden Logistikunternehmen wandelt.

Armin Köller, CEO von Metro Logistics, erklärt im Interview mit LOGISTIK HEUTE, auf welche Trümpfe das Unternehmen im Transformationsprozess setzt. (Foto: Metro Logistics)
Armin Köller, CEO von Metro Logistics, erklärt im Interview mit LOGISTIK HEUTE, auf welche Trümpfe das Unternehmen im Transformationsprozess setzt. (Foto: Metro Logistics)
Matthias Pieringer

Der Real-Verkauf war der Startschuss – Metro Logistics, bisher als Konzerndienstleister der Metro AG bekannt, stellt sich nun als eigenständig operierendes Logistikunternehmen auf. Dazu richtet sich Metro Logistics strategisch neu aus und bietet zusammen mit seinen bisherigen Dienstleistungen Beschaffungs-, Distributions- und Kontraktlogistik nun auch eine Bandbreite an Value Added Services auf dem deutschen Logistikmarkt an.

Kunden aus dem Handel und der Industrie

Nach einer detaillierten Branchenanalyse in Deutschland sind wir fest davon überzeugt, dass wir uns in unseren Möglichkeiten nicht auf den Handel beschränken müssen, sondern auch Kunden aus der Industrie für uns gewinnen können. Teil unserer Strategie wird es also sein, verschiedene Kunden in verschiedenen Branchen mit unseren Dienstleistungen anzusprechen – stationär wie auch im Bereich E-Commerce. Wir werden dafür unsere beiden Standbeine, nämlich die Distributions- und Kontraktlogistik sowie die Beschaffungslogistik nutzen“, erläuterte Armin Köller, CEO von Metro Logistics, im exklusiven Interview für die Ausgabe 11/2020 von LOGISTIK HEUTE, die jetzt erschienen ist.

Neue Strukturen für Metro Logistics

Bedingt dadurch, dass Metro Logistics bisher eine klare Ausrichtung als Konzerndienstleister gehabt habe, sei man dabei, neue Strukturen zu schaffen, so Köller. „Ein Beispiel ist Vertrieb und Marketing, weil wir diese Funktionen bislang nicht benötigten. Wir konnten über den Sommer bereits Erfolge erzielen und ein eigenes Vertriebs- und Marketingteam aufstellen. Wo es möglich war – auf den bestehenden Flächen – hat Metro Logistics zudem angefangen, für Neukunden tätig zu werden. Die weitere proaktive Neukundenakquise beginnt nun in Kürze.“

Start-up mit 25 Jahren Erfahrung"

Wie der Metro Logistics-CEO weiter berichtete, stellt das Unternehmen „im Moment in den neuen Funktionen ein – wie Vertrieb, Marketing, Tendermanagement, Kundenintegration und IT, um uns gezielt dort zu verstärken, wo wir neue Kompetenzen aufbauen möchten. Metro Logistics ist quasi ein Start-up, aber eines mit 25 Jahren Erfahrung – das Interesse ist groß, bei uns dabei zu sein“, sagte Köller gegenüber LOGISTIK HEUTE.

Nachhaltigkeit und Digitalisierung

Wegen der Corona-Pandemie ist 2020 vieles anders. Auch der Deutsche Logistik-Kongress, mit dem die Bundesvereinigung Logistik (BVL) im vergangenen Jahr mehr als 3.000 Teilnehmer nach Berlin zog, fand vom 21. bis 23. Oktober erstmals digital statt. Zu den Höhepunkten des Logistik-Gipfeltreffens zählte in den vergangenen Jahren stets die Verleihung des Deutschen Logistik-Preises – immerhin daran änderte 2020 auch das Coronavirus nichts.

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