Werbung
Werbung
Werbung

„Die Zeit der Excel-Heros geht zu Ende!“

Jan Brüning (BASF) spricht im Interview mit LOGISTIK HEUTE über die Konzern-Pläne für eine digitale Supply Chain.

Jan Brüning will Lieferketten bei BASF transparenter gestalten. (Foto: Thilo Jörgl)
Jan Brüning will Lieferketten bei BASF transparenter gestalten. (Foto: Thilo Jörgl)
Werbung
Werbung
Therese Meitinger

Mit dem Projekt „BASF 4.0“ hat sich der Ludwigshafener Chemiekonzern vorgenommen, die Potenziale der Digitalisierung für das Unternehmen zu ermitteln – und das Thema in der Firmenkultur zu verankern. „Innerhalb des Vorhabens gibt es verschiedene Cluster entlang der Wertschöpfungskette, etwa Automatisierung und Produktion, IT, digitale Geschäftsmodelle, Human Ressources oder Smart Supply Chain“, erläutert Jan Brünig, Smart Supply Chain Cluster Lead bei BASF.

Doch was bedeutet das für die Logistikprozesse des Konzerns? Die sequenzielle Lieferkette, an der entlang Informationen fließen und immer wieder durch Schnittstellen gestoppt werden, muss neu gedacht werden, sagt Brüning: „Wir wollen hin zu einer integrierten Wertschöpfungskette, in der alle Teilnehmer miteinander verbunden sind und in der Informationen in Echtzeit geteilt werden. Alle Daten werden zentral zusammengeführt und können dann interpretiert werden.“  Dafür gelte es, sowohl auf der Seite des physischen Materialflusses als auch in der Supply-Chain-Planung ein Fundament zu legen.

Input aus dem Silicon Valley

Dafür arbeitet BASF etwa mit einem Start-up aus dem Silicon Valley zusammen. „Gemeinsam mit diesem Start-up, aber durchaus auch mit anderen Lösungsanbietern, haben wir hier Track and Trace-Lösungen implementiert, um den Status unserer Lieferungen überblicken zu können“, erläutert Brüning.

„Angereichert werden diese Lieferinformationen mit Zusatzinformationen zu Ereignissen, die einen Einfluss auf das Liefernetzwerk haben, wie zum Beispiel Streiks oder Naturkatastrophen.“ Auf diese wolle man frühzeitig reagieren und Informationen zeitnah an Kunden weitergeben können.

Auch auf Planungsebene wolle man die Transparenz und Zugänglichkeit von Daten erhöhen. Jan Brüning: „Während früher derjenige der Held war, der die besten Excel-Modelle hatte und damit bestimmte Aussagen treffen konnte, ist es heute derjenige, der im System arbeitet, mit anderen offen Daten teilt und zusammenarbeitet. Die Zeit der ,Excel-Heros‘ geht ganz klar zu Ende.“  

Mehr über das ambitionierte Vorhaben der digitalen Liederkette lesen Sie im Interview mit Jan Brüning in der Ausgabe 1+2/2019 von LOGISTIK HEUTE. Sie ist am 13. Februar 2019 erschienen.  

Wie ein Puzzle

Ein Fachmagazin zu erstellen ist ein bisschen wie puzzeln. Man braucht anfangs eine Vorstellung davon, wie man die einzelnen Teile zusammenfügen muss. Nur so kann am Ende das passende Bild entstehen.

Anders als beim Legespiel, das im 18. Jahrhundert vom britischen Kupferstecher John Spilsbury erfunden wurde, können sich aber unsere Puzzleteile während des Zusammensetzens noch ändern. Die Teile unseres Puzzles sind nämlich die Interviews, Berichte, Reportagen und Meldungen, die wir Ihnen präsentieren dürfen.

Printer Friendly, PDF & Email
Werbung