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Deutscher Logistik-Kongress: Das Programm 2016 steht

Prominente Namen wie Günther Oettinger und Karl-Theodor zu Guttenberg dabei.
Auch 2016 will die BVL mit interessanten Rednern viele Teilnehmer - wie hier 2015 - zum Deutschen Logistik-Kongress nach Berlin locken. (Archivbild: Bradl)
Auch 2016 will die BVL mit interessanten Rednern viele Teilnehmer - wie hier 2015 - zum Deutschen Logistik-Kongress nach Berlin locken. (Archivbild: Bradl)
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Nadine Bradl

Vom 19. bis 21. Oktober 2016 findet in Berlin der 33. Deutsche Logistik-Kongress der Bundesvereinigung Logistik (BVL) statt. Das Motto lautet dieses Jahr „Den Wandel gestalten“. „In Berlin möchten wir mit internationalen Experten, Unternehmensgründern und Führungskräften darüber sprechen, wie die Integration von Logistik und IT Unternehmensstrukturen, Branchengrenzen und Geschäftsmodelle verändern wird“, sagt Prof. Raimund Klinkner, Vorstandsvorsitzender der BVL. Er spricht zum Auftakt des Kongresses – ebenso wie Ulrich Grillo, Präsident des BDI, Oliver Zipse, Vorstandsmitglied BMW AG, und Joachim Drees, Vorstandsvorsitzender MAN SE.

65 Stunden Programm

Mehr als 3.000 Fachbesucher erwartet die BVL und hat für sie 65 Stunden Kongressprogramm mit knapp 120 Rednern organisiert. In Plenumsvorträgen und Podiumsdiskussionen, Fachsequenzen, im LOG.Camp und bei Outdoorsequenzen, Exkursionen in und bei Berlin, sollen die Inhalte mit vielen Möglichkeiten zu Rückfragen und zur Diskussion vermittelt werden.

EU-Kommissar Oettinger spricht

Erstmals wird auch ein Mitglied der EU-Kommission das Wort ergreifen. Günther Oettinger, Kommissar für digitale Wirtschaft und Gesellschaft spricht am Kongress-Donnerstag im Plenum – gefolgt von Stephan Brobst (Teradata) und Roy Perticucci (Amazon).

Redner von SAP, Microsoft und DHL

Unter dem Motto „Den Wandel gestalten“ steht auch die Podiumsdiskussion am ersten Kongresstag unter Moderation von Roland Tichy, Vorstandsvorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung. In der Diskussionsrunde werden dabei sein: Christoph Behrendt (SAP), Sabine Bendiek (Microsoft Deutschland), Amadou Diallo (DHL Freight GmbH), Prof. Günther Schuh (RWTH Aachen) und Peter Umundum (Österreichische Post). Sie sprechen über die Herausforderungen und die Chancen des Wandels.

Ex-Minister und neuer Ifo-Chef

Zwei Redner dürften mit ihrem Blick auf die Rahmenbedingungen wirtschaftlichen Handelns die Aufmerksamkeit auf sich ziehen: Karl-Theodor zu Guttenberg und Prof. Clemens Fuest. „Perspektiven für die deutsche Wirtschaft zwischen Eurokrise und Flüchtlingswelle“ lautet der Titel des Vortrags von Prof. Clemens Fuest, der im April 2016 die Nachfolge von Prof. Hans-Werner Sinn an der Spitze des Ifo-Instituts in München angetreten hat. „Die deutsche Wirtschaft hat sich in den letzten Jahren trotz der Krise im Euroraum positiv entwickelt. Die Perspektiven für die Zukunft sind aber davon abhängig, ob es Europa gelingt, die noch immer schwelende Eurokrise zu überwinden und neue Herausforderungen wie die Flüchtlingskrise zu meistern“, sagt Fuest. Damit schreibt er in seiner Handschrift das Thema fort, das sein Vorgänger Sinn im vergangenen Jahr in einem mitreißenden aber inhaltlich umstrittenen Auftritt beim Kongress präsentiert hat, teilt die BVL mit. Über „Digitaler Wandel in Deutschland – Global Player oder Abdriften in die Provinz?“ spricht Karl-Theodor zu Guttenberg, ehemaliger Wirtschafts- und Verteidigungsminister und heute Chairman des von ihm mit gegründeten Beratungsunternehmens Spitzberg Partners in New York.

16 Fachsequenzen

In den 16 Fachsequenzen des Kongresses soll es thematisch in die Tiefe gehen – mit Informationen und Impulsen für die unternehmerische Praxis. Die Sequenzen sind gegliedert unter den Stichworten Transformation, Digital, Branchen und Science & Research.

Im Detail:

  • Transformation Zum Auftakt geht es in einer Sequenz zum Change Management darum, wie die Mitarbeiter für den Wandel im Unternehmen mobilisiert werden können. Der Personalführung und Personalentwicklung widmet sich die Sequenz Arbeitswelt 4.0. In einer weiteren Sequenz werden neue Geschäftsmodelle vorgestellt – und schließlich die Bedeutung einer Markenstrategie und der Aufbau des Markenimages als Erfolgsfaktoren diskutiert.
  • Digital Die Digitalisierung von logistischen Prozessen verändert die Logik von Abläufen, die Geschwindigkeit, die Denkweisen. In den vier Sequenzen werden die Cloud und Sicherheitsaspekte behandelt, neue Möglichkeiten, die sich für die urbane Logistik ergeben, es gibt Einblicke in Umsetzungen von Industrie 4.0 und Beispiele innovativer Lösungen im digitalen Transportmanagement.
  • Branchen Auch in diesem Jahr wirft der Kongress einen Blick auf die Herausforderungen und Lösungen für die Logistik in den vier Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Automotive, Pharma und Healthcare sowie Handel.
  • Science & Research Am Kongress- Mittwoch bildet das Finale des Wissenschaftspreises Logistik den Auftakt. Am Donnerstagmorgen geht es weiter mit der Thesis Conference und den Vorträgen junger Preisträger. Für den Doktoranden-Workshop, dritte Fachsequenz der Rubrik Science & Research, ist eine spezielle Anmeldung erforderlich. Als Abschluss folgt am Freitagmorgen die Präsentation erster Ergebnisse der derzeit laufenden Studie zu den Trends und Strategien in Logistik und Supply Chain Management.
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