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Deutscher Logistik-Kongress 2019: Logistik muss Klassenbester bleiben

Verkehrsminister Andreas Scheuer stellt Zukunftsszenario für die Logistikwirtschaft vor.

Andreas Scheuer sprach anlässlich des DLK 2019 über die Zukunft der Logistik. (Foto: Sandra Lehmann)
Andreas Scheuer sprach anlässlich des DLK 2019 über die Zukunft der Logistik. (Foto: Sandra Lehmann)
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Sandra Lehmann

Der voll digitalisierte Containertransport ist für Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer das Paradebeispiel für ein erfolgreiches Zukunftsszenario in der Logistik. Angefangen bei der Nachverfolgbarkeit des Containers über Sensoren und RFID-Technologie, über die Verladung auf ein mit LNG-Kraftstoff betriebenes Frachtschiff, die vollautomatische Löschung der Ladung bis hin zum umweltfreundlichen Weitertransport des Containers über die Schiene und mit Wasserstoff betriebenen Lkw. Das erläuterte der Politiker anlässlich einer Keynote am 23. Oktober 2019 auf dem Deutschen Logistik-Kongress in Berlin.

„Automatisiert, vernetzt, digital und klimafreundlich: So sieht die Logistik der Zukunft aus. Damit Made in Germany ein Qualitätssiegel und die Logistik in Deutschland weiter Klassenbester bleibt“, so Scheuer gegenüber den Kongressteilnehmern.

Dafür sind aus Sicht des Bundesverkehrsministers weitreichende Investitionen in Zukunftstechnologien und Strategien aus den Bereichen Automatisierung, Digitalisierung, Verkehr und Stadtplanung notwendig.

„Wir müssen hochattraktive Systeme schaffen: Zum Beispiel für die Übermittlung von Verkehrsdaten in Echtzeit, die Entwicklung automatischer Parkleitsysteme, eine automatisierte und datenbasierte Intralogistik. Darüber hinaus benötigen wir neue Ideen für eine reibungslose urbane Logistik und den Verkehr in unseren Städten“, erläuterte Scheuer.

Als Beispiele dafür nannte der Politiker das „Innovationsprogramm Logistik 2030“, das im Sommer dieses Jahres vorgestellt worden war sowie die Blockchain-Strategie der Bundesregierung. Grundlage für die Umsetzung all dieser Technologien und Konzepte sind aus Sicht des Bundesverkehrsministers schnelles Internet sowie eine bessere und reibungslosere Umsetzung von Ideen.

„Wir müssen daran arbeiten, dass wir in Deutschland – auch in den ländlichen Gebieten – flächendeckend einen 4G-Status erreichen. Denn ohne dieses Niveau werden wir keine 5G-Netze einführen können. Diese wiederum sind zwingend notwendig, um Zukunftstechnologien in die Realität zu transportieren.“

In Sachen schnellere Umsetzung von Maßnahmen möchte Scheuer überprüfen lassen, ob die Förderrichtlinien in den unterschiedlichen Bereichen auch den tatsächlichen Bedürfnissen und Arbeitsumständen der betroffenen Unternehmen entsprechen.

„Wenn der Weg zur Förderung zu kompliziert ist, müssen wir uns nicht wundern, dass auf bestimmte Töpfe nicht zugegriffen wird. Sollte das der Fall sein, müssen wir etwas ändern“, so Scheuer.

Auch in Sachen Klimaschutz möchte der Bundesverkehrsminister nach eigenen Aussagen das Tempo erhöhen. Dazu sei es aus seiner Sicht eventuell notwendig, erst einmal kleinere Pakete für unterschiedliche Bereiche zu schnüren und diese intelligent zu vernetzen.

„Die Mittelausstattung für den Klimaschutz war noch nie so gut wie jetzt. Nun müssen wir anpacken und das Notwendige auch durchsetzen“, erklärte Scheuer.

Dazu zählen für den Minister insbesondere die Förderung von Schiene und Wasserstraße, um Frachten entsprechend verlagern zu können und Emissionen zu senken.

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