Deutsche Intralogistikanbieter: Produktionsvolumen wächst 2023 um neun Prozent

Das Produktionsvolumen der deutschen Fördertechnik- und Intralogistikanbieter betrug 2023 geschätzt 27 Milliarden Euro. Auch für 2024 wird Wachstum erwartet.

Ein Großteil der in Deutschland produzierten Fördertechnik- und Intralogistiklösungen geht ins Ausland. Größter Abnehmer bleiben für 2023 die Vereinigten Staaten von Amerika. (Symbolbild; Foto: Grispb/stock.adobe.com)
Ein Großteil der in Deutschland produzierten Fördertechnik- und Intralogistiklösungen geht ins Ausland. Größter Abnehmer bleiben für 2023 die Vereinigten Staaten von Amerika. (Symbolbild; Foto: Grispb/stock.adobe.com)
Matthias Pieringer

Ein starkes Wachstum im Produktionsvolumen und volle Auftragsbücher – dieses Fazit hat der VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik nach Vorlage der statistischen Daten für 2023 in der deutschen Fördertechnik- und Intralogistikbranche gezogen. Mit geschätzt 27 Milliarden Euro wuchs das Produktionsvolumen hierzulande im Vergleich zu 2022 um neun Prozent. Nach leichten Startschwierigkeiten in der ersten Jahreshälfte 2023 legten laut dem VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik die Aufträge in einigen Bereichen und damit auch die Produktion im zweiten Halbjahr deutlich zu.

„Das Jahr hat sich damit deutlich besser entwickelt als erwartet. Grund dafür war ein starkes Auslandsgeschäft und eine deutlich gestiegene Investitionsbereitschaft der Kundenbranchen“, sagte Jan Drömer, Vorstandsvorsitzender des VDMA-Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik und CIO der EK Robotics GmbH. Für das laufende Jahr 2024 rechnet der VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik mit einem Wachstum von zwei Prozent. „Aktuell deutet der Auftragseingang auf eine verhalten positive Entwicklung hin. Auch die jüngsten Exportdaten haben sich auf ein ähnliches Niveau eingependelt, sodass wir derzeit von einem moderaten Wachstum über alle Produktbereiche der Intralogistik hinweg ausgehen“, so Drömer.

USA wichtigster Abnehmer, China auf Platz zehn

Auch der Export von Fördertechnik- und Intralogistiklösungen hat 2023 zugelegt: Die Statistik zeigt ein Exportvolumen von 20,4 Milliarden Euro und damit einen Zuwachs von 13 Prozent gegenüber 2022. Wichtigster Handelspartner bleiben die USA. Hier legten die Exporte 2023 um 28 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro zu. Ebenfalls unverändert auf Rang zwei liegt Frankreich mit einem Exportvolumen von 1,4 Milliarden Euro (+20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Es folgen Italien und Großbritannien mit jeweils knapp einer Milliarde Euro. China belegt mit einem Exportvolumen von 531,7 Millionen Euro den zehnten Rang unter den Abnehmerländern.

Insgesamt zeigte sich der europäische Binnenmarkt für die deutschen Anbieter nach Verbandsangaben sehr robust. Circa 64 Prozent des Gesamt-Exportvolumens (12,4 Milliarden Euro) gingen demnach an die EU-27- sowie die anderen europäischen Länder. Hier wuchs der Export im Vergleich zu 2022 um acht Prozent.

Wie dynamisch sich einzelne Produktbereiche in der Intralogistik entwickeln, zeigt sich den Angaben zufolge in einer der fünf Fachabteilungen des Fachverbands. Drömer: „In den letzten Jahren hat sich die Technologie im Bereich Fahrerlose Transportsysteme kontinuierlich in Richtung Autonomous Mobile Robots weiterentwickelt. Um dies besser abzubilden, benennt sich die Fachabteilung Fahrerlose Transportsysteme in Mobile Robots um.“ In der Fachabteilung sind Hersteller von Fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTF) und -systemen (FTS), Autonomous Mobile Robots (AMR) und Inverkehrbringer sowie Anbieter von Software und mikroprozessorbasierter Hardwareumgebung für mobile Roboter organisiert.

VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik

Der VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik vertritt mehr als 250 deutsche und europäische Mitgliedsunternehmen aus den Bereichen Mobile Robots, Flurförderzeuge, Krane und Hebezeuge, Lagertechnik und Stetigförderer. Mit der zum Fachverband zugehörigen Arbeitsgemeinschaft Intralogistics-2X werden sowohl Intralogistikanbieter als auch -anwender adressiert, um Schnittstellenthemen für Intralogistikanwendungen zu entwickeln.