Demonstrationen: Der Protest der Spediteure geht weiter

Während am 15. Januar in Berlin Spediteure auf Initiative des BGL gemeinsam mit Landwirten demonstrierten, plant BLV-pro dort am 19. Januar eine eigene Aktion.  

In der aktuellen Woche stehen mehrere Demonstrationen von Transportunternehmen auf dem Programm. (Symbolbild: Littlewolf1989 / AdobeStock)
In der aktuellen Woche stehen mehrere Demonstrationen von Transportunternehmen auf dem Programm. (Symbolbild: Littlewolf1989 / AdobeStock)
Therese Meitinger

Die Zeichen stehen weiterhin auf Protest: So beteiligten sich am 15. Januar an der Großdemonstration der Landwirte am Brandenburger Tor auch zahlreiche Spediteure. Prof. Dr. Dirk Engelhardt, Vorstandssprecher des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), unterstrich in seiner Rede, dass auch in seiner Branche das Maß voll sei. Insbesondere kritisierte er die zum vergangenen Dezember erhöhte Maut. Doch dies ist nicht die einzige Forderung des Verbands.

In einer Pressemitteilung des BGL vom 11. Januar wurden die Forderungen wie folgt zusammengefasst:

  • Die Einhaltung der Koalitionszusage zur Vermeidung einer doppelten CO2-Bepreisung bei Maut plus Diesel.
  • Die Verdopplung der Mautharmonisierungsprogramme auf 900 Millionen Euro.
  • Mehr staatliche Investitionen in intakte Straßen und Brücken.
  • Mehr staatliche Investitionen in den Ausbau von Lkw-Stellplätzen.
  • Verlässliche und hinreichend ausgestattete Förderprogramme für den Umstieg auf klimafreundliche Transporte.   

Weitere Demonstrationen angedroht

Engelhardt drohte in Berlin weitere Demonstrationen an, sollte die Ampel den Forderungen des BGL nicht entgegenkommen.

Fest geplant ist bereits eine Demonstration, die Bundesverband Logistik & Verkehr – BLV-pro für den 19. Januar ebenfalls in Berlin am Brandenburger Tor angekündigt hat. Sie richtet sich vor allem an kleine und mittelständische Transportunternehmen. Am 18. Januar sollen sich in allen Regionen Deutschlands die Fahrzeuge treffen und auf den Weg nach Berlin machen, so eine Pressemitteilung vom 5. Januar 2024.  

 Ralf Kalabis-Schick, der Beauftragte für die Belange der BKF im BLV-pro e.V. dort zum Hintergrund der Demonstration:

„Viele kleine und mittelständische deutsche Transportunternehmen kämpfen seit Jahren ums Überleben und trotzdem werden der Branche immer höhere Kosten auferlegt. Dazu fehlt es an Kontrollen der Kabotage, der Einhaltung der Sozialvorschriften und der Einhaltung des europäischen Mobilitätspaketes. Das geht zu Lasten eines fairen Wettbewerbs und führt zum Aussterben der Branche, wenn diese weiter ignoriert wird.“