Dekarbonisierung: Bosch und Rhenus erproben erneuerbaren Repsol-Kraftstoff

Das gemeinsame Projekt soll die Nachhaltigkeit in der Logistik fördern.

Erneuerbare Kraftstoffe: Bosch und Rhenus testen in Spanien. (Foto: Rhenus Group)
Erneuerbare Kraftstoffe: Bosch und Rhenus testen in Spanien. (Foto: Rhenus Group)
Matthias Pieringer

Das Technologieunternehmen Bosch und der Logistikdienstleister Rhenus testen in Spanien Biokraftstoff. Im Rahmen der Zusammenarbeit werde man zwei Fahrzeuge in Betrieb nehmen, die mit erneuerbarem Kraftstoff des spanischen Öl- und Gasproduzenten Repsol betrieben werden, ließ Rhenus vor Kurzem verlauten. Diese Lkw werden täglich zwischen dem Rhenus Hub in Irun und Bosch-Werken in Aranjuez und Madrid pendeln. Rhenus und Bosch planen einen Testzeitraum von 18 Monaten für das Projekt, wie LOGISTIK HEUTE auf Anfrage erfuhr.

Bei dem Treibstoff handelt es sich um 100 Prozent erneuerbaren Biokraftstoff, der aus Abfallstoffen wie gebrauchtem Speiseöl und Forstabfällen gewonnen wird. Er biete, so die Rhenus-Mitteilung, „eine effiziente und umweltfreundliche Alternative und erfüllt die Nachhaltigkeitszertifizierungen, die von der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der Europäischen Union gefordert werden. Nicht zuletzt reduziert er die CO2-Emissionen um mehr als 80 Prozent im Vergleich zu konventionellen Kraftstoffen, ohne dass Änderungen an der Fahrzeugflotte erforderlich sind.“

Cecilia Cintado, Leiterin Logistik im Bosch-Werk Aranjuez, erklärt, dass die gemeinsame Initiative das Engagement von Bosch bei der kontinuierlichen Entwicklung neuer, umweltschonender Prozesse entlang der Lieferkette verdeutlicht: „In der Rhenus Gruppe haben wir einen strategischen Partner gefunden, der unsere Bedürfnisse und Ziele teilt. Die Zusammenarbeit ist ein Musterbeispiel dafür, wie führende Unternehmen aus Industrie und Logistik ihre Kräfte bündeln, um gemeinsam die Entwicklungen der Branche zu antizipieren und darauf basierend einen ‚Güterverkehr von morgen‘ zu entwickeln und umzusetzen.“

Der Logistikdienstleister Rhenus möchte die eigene Lkw-Flotte bis 2030 CO2-emissionsfrei betreiben.