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Deal: Dematic wird durchgereicht

Ex-Siemens-Tochter geht an AEA und Pensionsfonds TPC.
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Thilo Jörgl

Der Finanzinvestor Triton hat die ehemalige Siemens-Tochter Dematic nach sechs Jahren wieder verkauft. Das Intralogistikunternehmen gehört in Zukunft den Investoren AEA und Teachers´Private Capital (TPC). Das teilten Triton sowie der Spezialmaschinenbauer in einer Erklärung mit. Hinter AEA Investors stecken unter anderem Mittel der amerikanischen Unternehmerfamilien Rockefeller und Harrimann. TPC ist ein Teil des in Kanada sitzenden Pensionfonds Ontario Teachers´Pension Plan. Um Dematic hatte zuletzt auch der Konkurrent Daifuku gebuhlt.

Über den Kaufpreis vereinbarten die Beteiligten Unternehmen Stillschweigen. Aus Finanzkreisen wurde jedoch bekannt, dass Triton auf einen Preis von etwa 800 Mio. Euro gedrängt hatte. Der Finanzinvestor teilte aber lediglich mit, im Rahmen der Übernahme würden die von Dematic ausgegebenen Anleihen von 450 Mio. Euro zurückgezahlt. Für Siemens war Dematic einst ein unrentables Geschäft. Nach der Übernahme brachte Triton das Unternehmen mit Sitz in Luxemburg wieder auf Vordermann. Die Geschäfte in den USA und Deutschland wurden restrukturiert und der Kundenservice gestärkt. Zudem erhöhte Dematic die Forschungs- und Entwicklungsausgaben und steckte unter anderem Energie in die Entwicklung der neuen „Multi-Shuttle“-Geräte für den Einsatz in Logistikzentren mit hohem Umschlag. Die heute rund 4.500 Mitarbeiter bei Dematic erwirtschaften einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro. Die Wurzeln von Dematic gehen auf die 1819 gegründete Demag zurück, mit der Dematic 1973 im Mannesmann-Konzern aufging. Nach dem Verkauf von Mannesmann an Vodafone landeten die Maschinenbau-Töchter bei Siemens, 2006 trennte sich der Industriekonzern davon.

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