DB Schenker-Verkauf: Nur noch vier Bieter sind im Rennen

(dpa) Der Verkauf der Bahn-Logistiktochter DB Schenker kommt voran.

Ein Mitarbeiter der DB Schenker Jetcargo bringt in der Luftfrachthalle des Logistikunternehmens in der Cargo City Süd des Frankfurter Flughafens Klebeband an einer Palette mit Fracht an. Die Zahl der Bieter für die zum Verkauf stehende Bahn-Logistiktochter DB Schenker grenzt sich weiter ein. (Foto: Arne Dedert/dpa)
Ein Mitarbeiter der DB Schenker Jetcargo bringt in der Luftfrachthalle des Logistikunternehmens in der Cargo City Süd des Frankfurter Flughafens Klebeband an einer Palette mit Fracht an. Die Zahl der Bieter für die zum Verkauf stehende Bahn-Logistiktochter DB Schenker grenzt sich weiter ein. (Foto: Arne Dedert/dpa)
Matthias Pieringer

Die Zahl der Bieter für die zum Verkauf stehende Bahn-Logistiktochter DB Schenker grenzt sich weiter ein. Auf Basis unverbindlicher Angebote gehe der Konzern mit vier verbliebenen Interessenten in die nächste Phase des Prozesses, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus informierten Kreisen.

Dazu gehörten demnach unter anderem Private-Equity-Investoren sowie Bieter aus Europa sowie dem arabischen Raum. Zur Höhe der bisher vorgelegten Angebote wurde am Freitag zunächst nichts bekannt. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte am Vortag von einem Angebot in Höhe von rund 15 Milliarden Euro berichtet. Den Kreisen zufolge seien die Angebote preislich so attraktiv, dass der Verkauf für die Bahn wirtschaftlich von Vorteil sei. Das heißt, sie bekäme durch die Veräußerung mehr Geld, als sie selber mit DB Schenker erwirtschaften könnte. Die verbliebenen Bieter sollen nun weitergehende Informationen zu Schenker erhalten, auf deren Basis sie in einem nächsten Schritt verbindliche Angebote einreichen können.

Veräußerung „von bis zu 100 Prozent von DB Schenker“

Im Dezember 2022 hatte der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn den Konzern damit beauftragt, die Veräußerung „von bis zu 100 Prozent von DB Schenker zu prüfen und vorzubereiten“. Ende vergangenen Jahres hatte die Bahn mit der Käufersuche begonnen. Das wirtschaftlich gut laufende Unternehmen soll einen Milliardenerlös erzielen, der vor allem für den Abbau des zuletzt auf rund 34 Milliarden Euro angewachsenen Schuldenbergs der Bahn genutzt werden soll.

Kritiker fordern die Veräußerung schon lange, weil DB Schenker mit seinem hohen Straßen-, Luft- und Seefrachtanteil aus ihrer Sicht nicht zum Kerngeschäft der Bahn auf der Schiene passt. Im vergangenen Jahr hatte sich die Bahn bereits von ihrer Auslandstochter Arriva getrennt.