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Datenbrillen: Volkswagen prüft Einsatz im Werk Wolfsburg

Automobilkonzern will noch im Frühjahr über Umsetzung entscheiden.
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Nadine Bradl

Wird im Wolfsburger Werk der Volkswagen AG bald nur noch mit Datenbrille kommissioniert? Noch im Frühjahr will der Automobilkonzern über diese Frage entscheiden, bestätigt der Sprecher des Werkes, Claus-Peter Tiemann, auf Anfrage von LOGISTIK HEUTE. „Wir sind gerade in einem Test mit 20 Datenbrillen“, berichtet er. Zum Einsatz kommen die Google-Brille „Google Glass“ und ein Modell des amerikanischen Herstellers Vuzix. Bis jetzt habe man mit den Datenbrillen positive Erfahrungen bei der Kommissionierung der Bauteile für die Produktion gemacht. Bisher wurden die Warenkörbe mithilfe von Handscannern gepickt – das könnte dann Geschichte sein.

Vorteile der Datenbrillen

Für Tiemann haben die Datenbrillen klare Vorteile: „Der Mitarbeiter hat die Hände frei und kann gut in das Fach greifen.“ Das erhöhe nicht nur die Sicherheit, sondern beschleunige auch die Prozesszeit. Auch die Angestellten seien mit den 50 bis 70 Gramm leichten Geräten zufrieden. Die relativ hohen Beschaffungskosten der Industrie-Datenbrillen wolle VW eventuell mit Consumergeräten umgehen. „Unsere Hoffnung ist, dass wir Consumergeräte in den industriellen Gebrauch überführen können.“

Einsatz in weiteren Werken

Sollte sich der VW-Konzern für den Datenbrillen-Einsatz in Wolfsburg entscheiden, könnte das auch auf die anderen Werke übertragen werden. „Wir haben da eine sehr gute Kommunikation“, sagt Tiemann. Pläne dazu gebe es allerdings noch nicht, schließlich stehe erst einmal die Entscheidung in Wolfsburg an. Auch wenn Thomas Zernechel, Leiter der VW-Konzernlogistik, bei dem „Innovative Logistics Solution Day“ von Volkswagen Anfang des Jahres (LOGISTIK HEUTE berichtete) verraten hatte: "Die digitale Vernetzung wird unsere Logistikprozesse künftig noch stärker prägen."

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