CSR: Lidl veröffentlicht Positionspapier zu fairen Lieferketten

Das Handelsunternehmen will damit die Bedeutung der unternehmerischen Sorgfaltspflichten unterstreichen.

Lidl will bis 2021 drei Sozialverträglichkeitsstudien durchführen. (Foto: Patpitchaya, Fotolia)
Lidl will bis 2021 drei Sozialverträglichkeitsstudien durchführen. (Foto: Patpitchaya, Fotolia)
Therese Meitinger

Lidl Deutschland hat am 16. März ein aktualisiertes und erweitertes Positionspapier zur unternehmerischen Sorgfaltspflicht für Menschenrechte und Umweltschutz beim Einkauf von Handelsware veröffentlicht. Das Handelsunternehmen will dabei nach eigener Aussage seinen Anspruch unterstreichen, zur Lösung der großen menschenrechtlichen und ökologischen Herausforderungen in globalen Lieferketten beizutragen.

Grundlegend für das Handeln von Lidl sei eine regelmäßige Bewertung der Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit, so das Unternehmen. Daraus leite man geeignete Maßnahmen und Prozesse ab. Im ständigen Austausch mit Stakeholdern und durch transparente Kommunikation in Nachhaltigkeitsberichten solle das Vorgehen des Unternehmens zur Übernahme der Sorgfaltspflicht dynamisch weiterentwickelt werden.

„Wir analysieren systematisch, welche potenziellen Risiken von Menschenrechtsverletzungen und Umweltauswirkungen in unseren Geschäftsprozessen und bei der Herstellung von Produkten unserer Eigenmarken bestehen oder entstehen können“, erklärt Jan Bock, Geschäftsleiter Einkauf von Lidl Deutschland. „Wir entwickeln dann passende Maßnahmen, um Missstände abzubauen und Verbesserungen für die Menschen vor Ort zu erreichen.“

Sozialverträglichkeitsstudien bis 2021

Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2021 drei Sozialverträglichkeitsstudien, so genannte Human Rights Impact Assessments, in seinen Hochrisikolieferketten durchzuführen. Dabei soll der Einfluss von Lidl auf Menschenrechtsrisiken für Frauen, Kleinbauern und Arbeiter untersucht werden. Betrachtet werden zunächst die Bedingungen zu Tee in Kenia, Bananen aus Südamerika und Beeren in Spanien. Der Prozess soll mit unterschiedlichen Interessengruppen gestaltet werden, darunter Organisationen der Zivilgesellschaft, Arbeitnehmervertreter und Gemeinden. Die Ergebnisse der Studien und die daraus abgeleiteten Maßnahmen sollen dann veröffentlicht werden.

Lidl kündigt in dem Positionspapier zudem an, den potenziell Betroffenen besonders risikoreicher Lieferketten ebenfalls bis zum Ende des kommenden Jahres einen einfachen Zugang zu Beschwerdemechanismen ermöglichen zu wollen. Mit den Maßnahmen, die das Unternehmen im Positionspapier vorstellt und ankündigt, erfülle es zentrale Bedingungen des Nationalen Aktionsplans Menschenrechte (NAP) der Bundesregierung, so Lidl.

Printer Friendly, PDF & Email