Covid-19: Skycell bringt ultrakalten Container für den Impfstoff-Transport

Bei der Entwicklung nutzte das Schweizer Unternehmen Simulationssoftware von Ansys.

Der Container von Skycell hält nach Unternehmensangaben eine konstante Temperatur von minus 60 Grad Celsius bis minus 80 Grad Celsius für mehr als 120 Stunden. (Foto: Skycell)
Der Container von Skycell hält nach Unternehmensangaben eine konstante Temperatur von minus 60 Grad Celsius bis minus 80 Grad Celsius für mehr als 120 Stunden. (Foto: Skycell)
Therese Meitinger

Das Schweizer Pharmalogistik-Start-up Skycell hat einen ultrakalten Transportcontainer entwickelt, der einer Pressemitteilung vom 24. November zufolge die Bedingungen für den Transport von Covid-19-Impfstoffen der Hersteller Biontech/Pfizer, Moderna oder AstraZeneca erfüllt. Diese liegen bei einigen Impfstoffen bei einer Temperierung von minus 70 Grad Celsius. Mit dem ultrakalten Container sei der sichere weltweite Transport der Impfstoffe nun auch unabhängig von den Außentemperaturen gewährleistet, so das Unternehmen. Für die Entwicklung nutzte SkyCell nach Eigenangaben Simulationslösungen des US-amerikanischen IT-Anbieters Ansys.

1,75 Millionen Impfdosen pro Flugzeug

Der neue Container von Skycell hält nach Unternehmensangaben eine konstante Temperatur von minus 60 Grad Celsius bis minus 80 Grad Celsius für mehr als 120 Stunden. Ein erneutes Laden sei nicht erforderlich. Auf diese Weise können Skycell zufolge bis zu 1,75 Millionen Impfdosen in einem einzigen Flugzeug transportiert werden. Dies sei ausreichend, um je nach Impfstoff und Konzentration zwischen 875.000 und 8,75 Millionen Menschen zu impfen, heißt es.

Nico Ros, CTO und Co-Founder von Skycell: „Nachdem wir die Arbeit verschiedener Impfstoffentwickler genau verfolgt hatten, wurde schnell klar, dass ein ultrakalter Transport erforderlich sein würde. Also arbeiteten wir mit der fortschrittlichen KI-Software von Ansys, um das effizienteste Design zu berechnen und gleichzeitig unseren laserscharfen Fokus auf die Sicherheit beizubehalten – sowohl in Bezug auf den Schutz der Impfstoffe als auch in Bezug auf den Container selbst.“

Dank der virtuellen Modellierung habe man zeitnah eine Lösung entwickeln können, die die Kapazität eines Flugzeugs erhöhe und den Transport von der Fabrik bis zum Krankenhaus bei ultrakalten Temperaturen gewährleiste, so Ros weiter.

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