Covid-19-Impfstoff: Movianto weitet Ultrakalt-Lagerkapazitäten aus

Der Pharmalogistikdienstleister hat sich in Deutschland die Lieferung von speziellen Ultra-Tiefkühlschränken gesichert.

Ultra-Tiefkühlschränke wie diese können Covid-19-Impfstoffe bei bis zu minus 80 Grad Celsius aufbewahren. (Foto: Movianto)
Ultra-Tiefkühlschränke wie diese können Covid-19-Impfstoffe bei bis zu minus 80 Grad Celsius aufbewahren. (Foto: Movianto)
Therese Meitinger

Der auf Pharmaprodukte spezialisierte Logistikdienstleister Movianto Deutschland hat sich die Lieferung von speziellen Ultra-Tiefkühlschränken gesichert, so eine Pressemitteilung vom 7. Dezember. Dies sei im Hinblick auf die Lagerung von Covid-19-Impfstoffen erfolgt, die in einigen Fällen Temperaturen von bis zu minus 80 Grad Celsius erfordern könne, gibt das Neunkircher Unternehmen an.

„In anderen EU-Ländern gab es diese Lageranforderung schon früher und deshalb können wir die bewährte Lösung von dort sehr leicht auf unsere deutschen Lagerstandorte übertragen“, sagt Thomas Creuzberger, Geschäftsführer von Movianto Deutschland.

Für die Anschaffung der notwendigen Spezialkühlschränke hat das Unternehmen nach eigenen Aussagen einen sechsstelligen Euro-Betrag bereitgestellt. Bei der Implementierung der Lösung soll das deutsche Team von dänischen, englischen und niederländischen Kollegen unterstützt werden, die bereits Erfahrung im Umgang mit der Lagerung bei extremer Kälte haben. Movianto, das Teil der französischen Walden-Gruppe ist, verfügt nach Unternehmensangaben in elf europäischen Ländern über eigene Standorte.

Genaue Lagerbedingungen für Impfstoffe noch nicht klar

Andere europäische Länder seien teilweise deutlich weiter in der Auftragsvergabe für die Impfstofflogistik als Deutschland, sagt Thomas Creuzberger. So seien Movianto-Gesellschaften in mehreren anderen Ländern bereits von der jeweiligen Regierung mit Lagerung und Verteilung von Corona-Impfstoffen beauftragt worden. In Deutschland erfolge die Auftragsvergabe auf Länderebene und einzelne Bundesländer haben die Ausschreibungsunterlagen auch bereits versandt“, erläutert Creuzberger. Aus Sicherheitsgründen haben sich die Länder nach seinen Aussagen aber entschlossen, nicht zu kommunizieren, welche Dienstleister die Aufträge erhalten.

 In welchem Temperaturbereich die sich im Zulassungsverfahren befindenden verschiedenen Corona-Impfstoffe letztendlich gelagert und verteilt werden müssen, steht derzeit noch nicht fest.

„Es kann sein, dass die Logistik ausschließlich bei zwei bis acht Grad Celsius erfolgt“, so Creuzberger. Diese sogenannte Kühlschranktemperatur ist der Standard für die meisten Impfstoffe. „Es kann aber auch sein, dass die Stabilitätsdaten diesen Temperaturbereich nur für wenige Tage zulassen und deshalb für eine längere Haltbarkeit die Tiefkühlung bis zu minus 80 Grad Celsius erforderlich ist. Wir sind es unserer Kundschaft schuldig, dass wir auch für jeden Fall gerüstet sind.“

Movianto gibt an alle erforderlichen Temperaturbereiche abdecken. Zur Kundschaft gehören dem Unternehmen zufolge mehrere der Pharmakonzerne, die aktuell führend in der Entwicklung von Impfstoffen gegen Covid-19 sind. 

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