Coronavirus-Krise: BGL fordert Krisennotfallplan für Logistik

Der BGL empfiehlt, regionale Notfallzentren unter Leitung des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) einzurichten.

Ein Notfallplan soll nach Ansicht des BGL die Versorgung von Bevölkerung und Wirtschaft gewährleisten. (Foto: Kurt Kleemann, Fotolia)
Ein Notfallplan soll nach Ansicht des BGL die Versorgung von Bevölkerung und Wirtschaft gewährleisten. (Foto: Kurt Kleemann, Fotolia)
Redaktion (allg.)
(erschienen bei Transport von Daniela Kohnen)

Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) fordert die Bundesregierung auf, wegen der Corona-Krise einen Krisennotfallplan aufzustellen. Anlass sei die Sicherstellung der Versorgung von Bevölkerung und der Wirtschaft, erklärte der Frankfurter Verband am heutigen Freitag.

Konkret schlägt der BGL vor, regionale Notfallzentren unter Leitung des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) einzurichten, in denen Transportkapazitäten koordiniert werden und Informationen für von der Corona-Krise betroffene Fahrer und Unternehmen bereitgehalten werden.

Zusätzlich wird gefordert, die Öffnungszeiten bei den Be- und Entladerampen der verladenden Wirtschaft zu flexibilisieren. Zugleich soll die Übernahme der Be- und Entladung ausschließlich durch das Lagerpersonal erfolgen, um das Ansteckungsrisiko für Lkw-Fahrer zu minimieren. Schließlich plädiert der Verband für eine Aussetzung der Kontrollen des Sonn- und Feiertagsfahrverbots.

BGL-Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardt:

„Der BGL ist seit Jahrzehnten ein vehementer Verteidiger des Sonntagsfahrverbotes und wird dies auch bleiben, denn auch unsere Lkw-Fahrer haben ein Recht auf Familienleben. Allerdings erfordern außergewöhnliche Umstände auch außergewöhnliche Maßnahmen, so dass wir ausschließlich für den Zeitraum der Corona-Krise eine Flexibilisierung bei den Arbeitszeiten sowie bei den Lenk- und Ruhezeiten befürworten.“

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