Coronavirus: Kontaktlose Lieferung in Heinsberg

Rewe und DHL liefern in Heinsberg kontaktlos Lebensmittel bis zum Folgetag.

DPDHL und REWE ermöglichen den Heinsbergern risikolosen Lebensmittelbezug. (Foto: DPDHL)
DPDHL und REWE ermöglichen den Heinsbergern risikolosen Lebensmittelbezug. (Foto: DPDHL)
Melanie Endres
(erschienen bei LOGISTRA von Johannes Reichel)

Im vom Corona-Virus besonders betroffenen Raum Heinsberg haben die Deutsche Post und DHL Paket und der Lebensmittelhändler REWE einen gemeinsamen Service zur Belieferung gestartet. Angesichts des aktuellen Ansteckungsrisikos seien insbesondere Bürger im gehobenen Alter und mit Vorerkrankungen auch beim notwendigen Einkauf für ihre Grundversorgung besonders gefährdet, skizziert man den Hintergrund. Der Logistikdienstleister sammelt dafür bei den teilnehmenden Haushalten per Postwurfsendung verteilte und anschließend ausgefüllte Bestellformulare ein und übermittelt diese kurzfristig an die lokalen Standorte der teilnehmenden Lebensmittelketten. Die Abrechnung erfolge über ein vom Kunden pro Auftrag erteiltes SEPA-Mandat, erklärt die Post das Prozedere.

Kontaktlose Lieferung obligatorisch

Die Bestellformulare enthielten eine umfangreiche Liste der wichtigsten Produkte inklusive der Preise, so dass nur noch die gewünschte Anzahl eingetragen werden müsse. Die beteiligten REWE-Kooperationspartner stellen auf Basis der Bestellformulare die Lieferung zusammen. Am Folgetag würden die bestellten Waren bei den REWE-Märkten abgeholt und an die Besteller ausgeliefert. Das geschehe wie derzeit üblich kontaktlos und damit risikofrei. Das Sortiment erstreckt sich auf Lebensmittel und Haushaltswaren, für die keine Kühlung erforderlich ist. Der Mindestbestellwert liegt bei 25 Euro, der maximale Bestellwert beträgt 100 Euro.

„In diesen schwierigen Tagen sorgen unsere Zustellerinnen und Zusteller, Fahrer, Sortierer, Lagerkräfte und Filialmitarbeiter dafür, dass die Postversorgung im ganzen Land wie gewohnt funktioniert. Dafür erhalten sie zu Recht viel Anerkennung von unseren Kunden", meint Tobias Meyer, Konzernvorstandsmitglied für Post & Paket Deutschland.

Zugleich müsse man aber auch an diejenigen besonders denken, die sich nicht allein helfen oder selbst einkaufen gehen könnten und einem besonderen Infektionsrisiko ausgesetzt seien.

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