Coronavirus: BIEK fordert weitere Maßnahmen zum Schutz der Lieferketten

Bundesverband Paket und Expresslogistik macht sich unter anderem für Öffnung des Arbeitsrechts stark.

Pakete auf einer Förderanlage. (Foto: fotomek/AdobeStock)
Pakete auf einer Förderanlage. (Foto: fotomek/AdobeStock)
Matthias Pieringer

Der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) begrüßt die grundsätzliche Einigung von Bund und Ländern zur Aufhebung der Sonntagsfahrverbote. Jedoch sei eine bundeseinheitliche und unbürokratische Umsetzung für die stabile Aufrechterhaltung der Lieferketten essenziell, wie der Verband am 13. März in Berlin meldete.

Die aktuelle Coronavirus-Krise stellt laut dem BIEK eine Herausforderung für das gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenleben in Deutschland und Europa dar. „Die Paketdienstleister werden zur Bewältigung beitragen, indem sie die Versorgung der Bevölkerung und der gewerblichen Empfänger sicherstellen“, so Marten Bosselmann, Vorsitzender des BIEK, in dem die KEP-Dienstleister DPD, GLS, GO!, Hermes und UPS organisiert sind.

Damit funktionierende Lieferketten bis zu den gewerblichen und privaten Empfängern von Waren und Gütern gewährleistet sind, fordert der BIEK:

  •  Sonntagsfahrverbote müssen bundesweit und in einem bundeseinheitlichen Zeitraum aufgehoben werden. Fahrten müssen bürokratiearm zugelassen werden.
     
  •  Es müssen alle Warengruppen für den Transport an Sonntagen zugelassen werden.
     
  •  Das Arbeitsrecht muss so geöffnet werden, dass transportierte Waren sonntags auch abgenommen und weiterdistribuiert werden können.
     
  •  Falls künftig Sperrzonen oder Quarantänegebiete eingerichtet werden, müssen die Zufahrtsregelungen dafür klar, einfach und widerspruchsfrei sein, um die Versorgung aufrecht zu erhalten.
     
  •  Depots, Sortierzentren und andere logistische Einrichtungen dürfen nur als Ultima Ratio und unter strikter Beachtung des Verhältnismäßigkeitsprinzips geschlossen werden.

Das BIEK-Positionspapier „Erwartungen der Paketbranche an Bund, Länder und Kommunen zur Sicherstellung der Lieferketten während der Corona-Pandemie“ kann man auf der Webseite des Verbands herunterladen.

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