Coronapandemie: DSLV und BIEK fordern Maßnahmen für wirtschaftlichen Reset

Zu den Forderungen zählen Ausbau der Digitalisierung und Investion in Innovationen.

Die Verbände DSLV und BIEK fordern eine Entlastung der Transportlogistikwirtschaft im Zuge der Coronakrise. (Symbolbild: Yuri Bizgaimer/Fotolia)
Die Verbände DSLV und BIEK fordern eine Entlastung der Transportlogistikwirtschaft im Zuge der Coronakrise. (Symbolbild: Yuri Bizgaimer/Fotolia)
Sandra Lehmann
(erschienen bei Transport von Torsten Buchholz)

In einem gemeinsamen Positionspapier plädieren der Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) und der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) für eine verträgliche Wiederaufnahme des wirtschaftlichen Betriebs und fordern eine Entlastung der Transportlogistikwirtschaft von den Folgen der Corona-Pandemie. Das gaben beide Verbände in einer gemeinsamen Pressemitteilung am 2. Juni bekannt.

Widerstandskraft soll gestärkt werden

Für die dringend notwendige Reaktivierung der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens seien Transport- und Logistikunternehmen unabkömmlich heißt es darin. Damit die Konjunktur schnell wieder anspringen kann und die Gesellschaft gleichzeitig widerstandsfähig gegen weitere Infektionswellen wird, müssen nach Auffassung von DSLV und BIEK die von der Politik während der Coronapandemie erlassenen Maßnahmen nun auf den Prüfstand genommen, auf ihre Bestandstauglichkeit überprüft und gegebenenfalls weiterentwickelt werden.

In die jetzt beginnenden Beratungen des Koalitionsausschusses haben die beiden Verbände deshalb in einem gemeinsamen Positionspapier Impulse für eine verträgliche Wiederaufnahme des wirtschaftlichen Betriebs und zur Entlastung der Logistik von den Folgen der Pandemie eingebracht. Sie fordern:

  • Bürokratie abzubauen und die digitale Verwaltung zu stärken.
  • Die Stabilität des europäischen Landverkehrs sicherzustellen sowie regionale und urbane Logistik konfliktfrei zu gestalten.
  • Investitionen in die Infrastruktur und in Innovationen zu verstärken.
  • Das Arbeitsrecht zur Fachkräftesicherung zu flexibilisieren und die Chance der Digitalisierung zu nutzen.
  • Die Verkehrswende zu beschleunigen und die Förderung in post-fossile Antriebe auszubauen.
  • Die Komodalität weiter zu stärken und die Verkehrsverlagerung zu fördern.
  • Kosten für die Wirtschaft zu senken sowie Steuern, Abgaben und Gebühren anzupassen.
  • Standortnachteile abzubauen und das EUSt-Erhebungsverfahren an den EU-Standard anzugleichen.
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