Coronakrise: Verpackungsanbieter beliefern Medizintechnikhersteller ad hoc

Schumacher Packaging, Wetropa Group und Horna GmbH kooperieren, um Verpackungsbedarf zu sichern.

Um den gestiegenen Bedarf an Transportverpackungen für medizinische Geräte zu decken, kooperieren die Verpackungshersteller Schumacher Packaging, Wetropa und Horna miteinander. (Symbolbild: Euthymia/Fotolia)
Um den gestiegenen Bedarf an Transportverpackungen für medizinische Geräte zu decken, kooperieren die Verpackungshersteller Schumacher Packaging, Wetropa und Horna miteinander. (Symbolbild: Euthymia/Fotolia)
Sandra Lehmann

Wie die drei Verpackungsmittelhersteller Horna GmbH, Wetropa Group und Schumacher Packaging in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt gegeben haben, kooperieren die Unternehmen bei der Bereitstellung von Verpackungen für medizinische Geräte. Der Bedarf an speziell dafür hergestellten Packmitteln sei im Zuge der Coronakrise drastisch gestiegen, heißt es in der Meldung. So werde aktuell von einigen produzierenden Firmen das Bedarfsäquivalent eines gesamten Jahres innerhalb weniger Tage benötigt.

Für sicheren Transport

Deshalb haben sich Horna, Schumacher Packaging und Wetropa zusammengeschlossen und liefern nach eigenen Angaben aktuell beispielsweise Spezialverpackungen für den sicheren Transport von Lungendiagnostik-Systemen oder Akutdialyse-Maschinen. Bei diesen Aufträgen stehe Horna als Großhändler in direktem Kontakt mit den Medizintechnik-Herstellern, Schumacher Packaging produziere die passenden Kartonagen und der Schaumstoffverarbeiter Wetropa sei auf die individuellen Einlagen spezialisiert, die die empfindlichen Geräte auf dem Transportweg umschließen und vor Beschädigung schützen.

„Gerade im deutschen Mittelstand gibt es viele inhabergeführte Unternehmen mit kurzen Entscheidungswegen“, erklärt Björn Schumacher, Geschäftsführer der Schumacher Packaging Gruppe. „Darum können wir jetzt in der Krise sehr schnell agieren, um die essenziellen Lieferketten zu stärken. Wir alle unterstützen uns gegenseitig ohne Wenn und Aber.“

Auch Dirk Breitkreuz, CEO der inhabergeführten Wetropa Group, unterstreicht die Lösungskompetenz und Agilität der mittelständischen Betriebe in Deutschland: „Die Medizintechnik war für uns schon immer eine besondere Herausforderung. Daher haben wir schon sehr früh unseren Schwerpunkt auf diese Branche gerichtet, mit individuellen Konstruktiv-Verpackungen, schneller Entwicklung und Präzision in der Herstellung. Davon profitieren in der aktuellen Situation neben den Medizintechnik-Produzenten vor allem die Patienten, die auf diese Geräte angewiesen sind.“

„Wir wollen den Menschen zeigen, dass speziell der Mittelstand in der Lage ist, in Notsituationen schnell und unbürokratisch zu helfen. Aus unserer Sicht lebt erfolgreicher Mittelstand vom Mitmachen. Wenn viele Unternehmen sich beteiligen, bewältigen wir die Krise umso schneller“, sagt Thomas Horna, Inhaber und Geschäftsführer der Horna GmbH Verpackungen.

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