Coronakrise: LogCoop setzt auf verstärkten Austausch

Der Verband bietet regionale und Ländertreffen, Arbeitskreise sowie Workshops und Fachvorträge an. Zuletzt wurden viele Termine digital durchgeführt.

Kooperation in der Krise: Während die einen Überkapazitäten verarbeiten müssen, helfen Netzwerkpartner denen Aufträge wegbrechen. (Foto: LogCoop)
Kooperation in der Krise: Während die einen Überkapazitäten verarbeiten müssen, helfen Netzwerkpartner denen Aufträge wegbrechen. (Foto: LogCoop)
Therese Meitinger
(erschienen bei Transport von Christine Harttmann)

Mit mehr eigenen Veranstaltungen will die Logistikkooperation LogCoop laut einer Mitteilung vom 21. Juli dem verstärkten Interesse an fachlichem und persönlichem Austausch Rechnung tragen, das sie seit Jahresbeginn registriert. Es zeige sich, dass Logistikdienstleistern gerade in Krisenzeiten bewusst werde, dass sie gemeinsam stärker seien, erklärt LogCoop. Vermehrt würden die Spediteure das Angebot des fachlichen und persönlichen Austauschs innerhalb der Kooperation in Anspruch nehmen. Dieser Dynamik habe LogCoop nun, so die Mitteilung, durch die Erhöhung der Frequenz von Veranstaltungen Rechnung getragen.

Marc Possekel, Geschäftsführer der LogCoop:

„Es ist richtig und wichtig, dass wir als Logistikkooperation und Lagernetzwerk den Austausch zwischen unseren Mitgliedern immer aktiv gefördert haben. Das belegt das Verhalten der Spediteure während der aktuellen Krise.“

Die Vernetzung der Akteure in der Logistikbranche sei seit jeher der wichtigste Baustein von LogCoop. Indem sie sich fachlich und persönlich austauschen, sollen Kontakte für mögliche Projekt-Partnerschaften entstehen. Angesichts der Corona-bedingt angespannten Situation in den Frachthäfen sind LogCoop zufolge vermehrt Kooperationen zwischen Mitglieder entstanden. Infolge der Containerstaus in den Häfen hätten einige Logistikdienstleister mit Lagerengpässen nach Freigabe der Fracht zu kämpfen.

Partner springen in der Krise ein

Mehrere Mitglieder mussten demnach deutliche Überkapazitäten verarbeiten, verfügten in ihren Lagern aber nicht über ausreichend freie Fläche. Die Unterstützung anderer Logistiker aus den Reihen der Gemeinschaft habe es ihnen dennoch ermöglicht, die Aufträge ihrer Kunden wie vereinbart zu erfüllen. Die Partner übernehmen dabei neben der Zwischen- oder langfristigen Lagerung den Transport sowie Value Added Services nach Bedarf der Auftraggeber.

Zusammengefunden haben sich die Unternehmen bei Networking-Veranstaltungen. Dazu gehören regionale und Ländertreffen, Arbeitskreise zu Themen wie E-Fulfillment, See-/Luftfracht und Spezialverkehre, Stückgut oder Frischelogistik sowie Workshops und Fachvorträge beispielsweise über Marketing, Lagerlogistik, Arbeitsrecht oder Automatisierung. Zuletzt wurden viele Termine digital durchgeführt.

„Das Angebot kommt gut an. Seit Beginn dieses Jahres spüren wir, dass die Mitglieder immer proaktiver werden und mehr und mehr zusammenrücken“, so Possekel.

Durch die Coronakrise ist der Kooperation auch das Wirtschaftsfeld Logistik massiv unter Druck geraten. Während bei einigen Betrieben die Aufträge drastisch zurückgingen, überstiegen bei anderen die Anfragen die Kapazitäten. Possekel:

 

„Wir bieten optimale Plattformen für den Austausch von Kapazitäten und Know-how.“

 

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