Coronakrise: Kritische Infrastrukturen mit Trockenmitteln schützen

Trockenmittel kommen etwa bei der Verpackung, dem Transport und der Lagerung systemrelevanter Güter zum Einsatz.

Silikagelbeutel können auch beim Versand von Corona-Testkits zum Einsatz kommen. (Foto: ThoMar)
Silikagelbeutel können auch beim Versand von Corona-Testkits zum Einsatz kommen. (Foto: ThoMar)
Therese Meitinger

Hersteller für Verpackungsmaterial und Logistikdienstleister gelten etwa nach einer Leitlinie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) als systemrelevant, sodass ihr Betrieb demnach auch während der Corona-Krise aufrechtzuerhalten ist. Der Lütauer Anbieter ThoMar verweist in einer Pressemitteilung vom 24. April darauf, dass auch Trockenmittel ein integraler Bestandteil der Verpackung seien, um die Qualität von Lebensmitteln bei Transport und Lagerung abzusichern.

Der Spezialist von Trockenmitteln und Luftentfeuchtern gibt an, im Sektor Gesundheit derzeit verstärkt Anfragen von Herstellern von Corona-Tests zu erhalten. Nach deren Aussage werden Test-Kits aus Deutschland mittlerweile weltweit verschickt. Jedem Test-Kit wird dabei nach Unternehmensangaben in einem luftdichten Siegelrandbeutel aus Verbundfolie ein Silikagelbeutel in Pharma-Qualität beigelegt, der von unterschiedlichen Herstellern stammen kann. Das Trockenmittel schütze insbesondere das empfindliche Nachweisreagenz während der gesamten Logistikkette vor zu hoher Luftfeuchtigkeit.

Eingesetzt bei Verpackung, Transport und Lagerung, dienen Trockenmittel der Absicherung kritischer Infrastrukturen gemäß der „Verordnung zur Bestimmung Kritischer Infrastrukturen nach dem BSI-Gesetz“. Wie die BMEL-Leitlinie belege diese Verordnung, dass Betrieben, die die Grundversorgung der Allgemeinheit mit wesentlichen Gütern sicherstellen, in Krisenzeiten eine besondere Bedeutung zukommt, argumentiert ThoMar. Als Händler und Hersteller von Trockenmitteln somit auch ThoMar als systemrelevant eingestuft werden.

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