Coronakrise: c-Port startet ein Infopaket für Bürger

Über diesen Weg sollen die Fragen von Anwohnern und Interessierten in Zeiten von Corona beantwortet werden.

Eines der beiden für den c-Port geplanten Großprojekte ist eine Biomethananlage des Unternehmens Revis Bioenergy - wie diese in Gommern. (Archivbild: Revis Bionenergy)
Eines der beiden für den c-Port geplanten Großprojekte ist eine Biomethananlage des Unternehmens Revis Bioenergy - wie diese in Gommern. (Archivbild: Revis Bionenergy)
Melanie Endres

c-Port Küstenkanal im Oldenburger Münsterland geht neue Wege bei der Information der Bürger mit Blick auf die geplante Ansiedlung von zwei Großprojekten. Wie der Zweckverband kürzlich verkündet hat, sollen in der zweiten Hälfte des April alle Haushalte in der Gemeinde Saterland und in der Stadt Friesoythe per Tagespost eine Sonderausgabe des Magazins „c-Port-folio“ erhalten. Zudem sollen im Internet alle Details zu den Projekten dargestellt werden und Interessierte können ihre Fragen stellen, die dann auf der Homepage des c-Port mit Antworten veröffentlich werden, schreibt der Verband in einer Pressemitteilung.

Die beiden Großprojekte

Das eine der beiden geplanten Großprojekte am c-Port ist nach eigenen Angaben eine Biomethananlage der Revis Bioenergy GmbH aus Münster. Die Anlage soll nach Unternehmensangaben ausschließlich Wirtschaftsdünger einsetzen, die nicht in Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion stehe, heißt es in einer Mitteilung des c-Port.

Das andere Großprojekt ist nach c-Port-Angaben eine Transformationsanlage für Gülle der in Friesoythe ansässigen Firma Kaskum. Ziel der Kaskum sei es, im c-Port eine Anlage zu bauen, die aus der Gülle Produkte Phosphat, Kalium und Stickstoff sowie vorflutfähiges Wasser regeneriert.

Johann Wimberg, Vorsitzender der c-Port-Verbandsausschuss, sieht dieses Infopaket als gute Lösung in Corona-Zeiten: „Für den 19. März war eine große Informationsveranstaltung für die Bürger vorgesehen, die leider abgesagt werden musste. Wir wissen nicht, wann die Pandemie wieder Veranstaltungen mit vielen Menschen zulassen wird. Damit die Bürger bis dahin nicht auf Details zu den Vorhaben warten müssen, haben wir uns entschieden, neue Wege zu gehen.“

Die geplanten Informationen für die Bürger beinhalten laut c-Port:

  • Sonderausgabe des Magazins „c-Port-Folio“ an alle über die Tagespost erreichbaren knapp 16.000 Haushalte in der Gemeinde Saterland und in der Stadt Friesoythe (Ende der Kalenderwoche 17) sowie Auslage des Magazins
  • Darstellung der geplanten Projekte auf der Internetseite www.c-port-kuestenkanal.de/projekte (ab Ende der Kalenderwoche 17)
  • Möglichkeit für alle Bürger, schriftlich oder digital per Mail bis zum 30. April 2020 Fragen an die Investoren zu stellen
  • Veröffentlichung der Fragen und Antworten auf der Internetseite des c-Port ab dem 11. Mai 2020 Fragen beantworten Im Zuge dieser Maßnahmen sei nach Wimbergs Worten auch vorgesehen, den Katalog mit den Fragen der Bürgerinitiative „Sauberer c-Port“ zu beantworten. Die Initiative, die bei Facebook gegründet wurde, habe bereits 77 Fragen an die Investoren und Verantwortlichen des c-Port formuliert.

Der Vorsitzende Wimberg betonte laut Pressemitteilung, dass die Projekte „Revis“ und „Kaskum“ im Anfangsstadium stecken. Bei der Revis-Ansiedlung sei ein umfangreiches Genehmigungsverfahren beim Gewerbeaufsichtsamt in Oldenburg vorgeschrieben. Auch in diesem Verfahren sei eine Bürgerbeteiligung gesetzlich vorgeschrieben.

„Uns geht es darum, sachlich und vor allem auch sehr umfangreich zu informieren, damit sich jeder Interessierte ein fundiertes und solides Bild von den geplanten Ansiedlungen machen kann“, so Wimberg.

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