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Corona-Pandemie: Realogis erwartet Bereinigung bei Projektentwicklern

Zugleich erwartet das Unternehmen, dass der Immobilienmarkt für Industrie-, Lager- und Logistikflächen weniger stark von der Krise betroffen sein wird.

Die Corona-Pandemie wird auf dem Logistikimmobilien-Markt die großen Marktteilnehmer weniger hart treffen als die kleinen, glaubt Umut Ertan, Gründer und Gesellschafter von Realogis. (Foto: Realogis)
Die Corona-Pandemie wird auf dem Logistikimmobilien-Markt die großen Marktteilnehmer weniger hart treffen als die kleinen, glaubt Umut Ertan, Gründer und Gesellschafter von Realogis. (Foto: Realogis)
Therese Meitinger

Die wirtschaftlichen Verwerfungen im Zuge der Corona-Krise machen sich auch auf dem Immobilienmarkt bemerkbar. Dazu hat sich in einer Mitteilung vom 8. April nun die Realogis-RLI Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in München geäußert. Während in den Immobiliensegmenten Büro und Einzelhandel verstärkt mit Mietausfällen aufgrund der weltweiten Pandemie Corona gerechnet werde, geht das Unternehmen von geringeren Auswirkungen für Industrie- und Lager- und Logistikflächen aus.   

Effekte erwartet Realogis jedoch bei der Zahl der Marktteilnehmer in diesem Segment. „Aktuell gibt es eine immense Bandbreite an Entwicklern im Logistikimmobiliensegment“, kommentiert Umut Ertan, Gründer und Gesellschafter der Realogis-RLI Unternehmensgruppe. Jedoch wird die Corona-Pandemie nach Ertans Ansicht hier zu einer Bereinigung führen.

Strategische Partner gesucht

Große ausländische Kapitalquellen suchten bereits heute den Schulterschluss mit lokalen Größen, die nie so recht aus ihrer Region herauswachsen konnten, so Ertan weiter.

„Einige Entwickler, welche nicht ausreichend Equity vorgehalten haben, suchen aktuell strategische Partner zur gemeinsamen Entwicklung“, so Umut Ertan.

Gleichzeitig geht er davon aus, dass altbekannte Player versuchen werden, in den Markt zurückzukehren.

Marktteilnehmer mit großen Vertriebseinheiten würden Personal abbauen, aber mit verschlankter Struktur weiterarbeiten können. „Kurzum, es kommt zu einer Personalverschiebung und einem Personalabbau, der allerdings verglichen mit anderen Gewerbeimmobilien Assetklassen im Logistiksektor am geringsten sein wird“, skizziert Umut Ertan.

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