Containerlogistik: Kühlcontainer im intermodalen Europa-Asien-Transport

Die eingesetzten Kühlcontainer halten nach Unternehmensangaben auch bei extremen Außentemperaturen von bis zu 42 Grad Celsius die eingestellte Temperatur (Set Point) von zwölf Grad Celsius.

Die dieselbetriebenen 45-Fuß-Pallet-Wide-Reefer-Container können unabhängig von der Infrastruktur auf verschiedenen Verkehrsträgern kühlen oder heizen. (Bild: Interrail)
Die dieselbetriebenen 45-Fuß-Pallet-Wide-Reefer-Container können unabhängig von der Infrastruktur auf verschiedenen Verkehrsträgern kühlen oder heizen. (Bild: Interrail)
Therese Meitinger
(erschienen bei Transport von Christine Harttmann)

Mit dieselbetriebenen 45-Fuß-Pallet-Wide-Reefer-Containern, die unabhängig von der Infrastruktur auf verschiedenen Verkehrsträgern kühlen oder heizen können, bedient Interrail seit Kurzem die Route zwischen Europa und Asien.

Funktion und Innentemperatur der Container werden laut dem Transportunternehmen rund um die Uhr überwacht. Kunden würden täglich mindestens einen detaillierten Report mit allen relevanten Informationen zu ihren Gütern erhalten, teilt der Operateur mit.

Die Kühlcontainer fassen jeweils 33 Europaletten. Eine gute Luftzirkulation im Innenraum sei so gewährleistet, versichert Interrail.

Gegenüber anderen Verkehrsträgern bieten temperaturgeführte Bahntransporte einige Vorteile: Sie erreichen ihr Ziel schneller als auf dem Seeweg, sind günstiger als Luftfracht, und es ist keine Umladung der Ware entlang der Route nötig.

Erfolgreicher Einsatz

Im Spätsommer 2023 hatte Interrail mit 13,5 Tonnen hochwertiger Schweizer Schokolade einen ersten Testlauf absolviert. Die süße Ware wurde von der Region Basel aus per Bahn nach Shanghai befördert.

Der Kühlcontainer schaffte es dabei auch bei extremen Außentemperaturen von bis zu 42 Grad Celsius die eingestellte Temperatur (Set Point) von zwölf Grad Celsius zu halten. Als weiteres Beispiel für den erfolgreichen Einsatz führt Interrail den Transport von Miso-Ramen-Suppen ab Shanghai nach Hamburg an. Der Reefer-Container schützte dabei die Waren bei einem Set Point von zehn Grad Celsius und einer niedrigsten Außentemperatur von minus 27 Grad Celsius erfolgreich vor der Kälte.

Bahn statt Kap

„Gerade aktuell aufgrund der instabilen Lage im Roten Meer ist unser neues Produkt für gewisse empfindliche oder verderbliche Güter, die eine zusätzliche Transitzeit auf der alternativen Seeroute über das Kap der Guten Hoffnung nicht vertragen, eine spannende Alternative. Neben der Relation Europa – China, können wir diesen Service auch von und nach Zentralasien wie auch innerhalb Europas anbieten“, sagt Stefaniea Klermund, Business Development Managerin der InterRail Holding AG.