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Containerlogistik: Immer mehr Container intermodal unterwegs

Eurogate steigert das Volumen der intermodalen Containertransporte um 2,8 Prozent.

In etwa auf dem Niveau von 2017 schloss die Eurogate-Gruppe das Geschäftsjahr 2018 ab. (Foto: Eurogate)
In etwa auf dem Niveau von 2017 schloss die Eurogate-Gruppe das Geschäftsjahr 2018 ab. (Foto: Eurogate)
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Die Eurogate-Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 ihr Vorjahresniveau gehalten und insgesamt 14,1 Millionen TEU (20-Fuß-Standardcontainer) umgeschlagen. Das Volumen seiner intermodalen Containertransporte steigerte der Terminalbetreiber um 2,8 Prozent auf rund 1,05 Millionen TEU. Das teilte das Unternehmen im Februar mit.

Geringfügige Unterschreitung in Deutschland

Auch an den Zahlen in Deutschland änderte sich kaum etwas. Dort bewegte Eurogate insgesamt 7,76 Millionen TEU und unterschritt demzufolge das Vorjahresergebnis von 7,78 Millionen TEU geringfügig. In ihrer jeweiligen Einzelbetrachtung differierten die Ergebnisse der fünf einzelnen Terminalstandorte jedoch deutlich.

Problemkind Hamburg

Am schwierigsten gestaltete sich Eurogate zufolge die Entwicklung des Container Terminals in Hamburg. Dort sank der Jahresumschlag um drei Prozent auf knapp 1,65 Millionen TEU. Allerdings habe, schreibt der Terminalbetreiber in einer Mitteilung, die Integration von Hamburg Süd in den Maersk-Konzern in Verbindung mit das Tatsache, dass man Hyundai Merchant Marine als neuen Kunden habe gewinnen können, den Negativtrend der vergangenen Jahre gestoppt. Dadurch sei es möglich gewesen, die Auslastung des Terminals nach einem schwachen ersten Halbjahr, in dem die Umschlagzahlen um rund 16 Prozent zurückgingen, im zweiten Halbjahr wieder deutlich zu steigern.

Keine Auswirkungen durch Fahrplanwechsel in Bremerhaven

In Bremerhaven entwickelte sich die Umschlagmenge mit 5,48 Millionen TEU zwar besser als in Hamburg. Dennoch blieb das Ergebnis um 1,3 Prozent unter dem Vorjahr mit 5,54 Millionen TEU. Für den Terminalbetreiber zeigt das, dass sich der Fahrplanwechsel der Reederei-Allianzen im April/Mai 2018 an diesem Standort nicht nennenswert ausgewirkt hat, heißt es aus dem Unternehmen.

Wachstum in Wilhelmshaven

Positiver waren hingegen die Zahlen, die Eurogate zum Container Terminal Wilhelmshaven vorlegte. Hinsichtlich der Umschlagmenge wuchs der Standort um 18,3 Prozent und legte damit im dritten Jahr in Folge zweistellig zu. Der Terminalbetreiber bewegte an seinem Standort im deutschen Nordseehafen eigenen Angaben zufolge erstmals mehr als 650.000 TEU.

Durchwachsen in Italien

Starke Rückgänge meldet das Unternehmen aus seinen Transshipment-Terminals in Italien. Vor allem Cagliari sei sehr stark von den Verschiebungen der Liniendienste an andere Terminals betroffen. Fast 50 Prozent seiner Umschlagsmenge habe der Standort verloren. Gioia Tauro verzeichnet einen Rückgang von 4,5 Prozent, bewegte mit 2,29 Millionen TEU aber dennoch viele Container. Positiv entwickelte sich dasTerminal in La Spezia, das auf ein Containervolumen von 1,35 Millionen TEU kam, demzufolge also um 0,8 Prozent wuchs. Auch Salerno legte erheblich zu: um 5,6 Prozent auf 332.000 TEU.

Internationale Umschlagsmengen stabil

Für alle weiteren ihrer internationalen Terminals meldet die Eurogate-Gruppe ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr stabile Umschlagsmengen. In Tanger, Marokko, verzeichnete der Betreiber mit 1,38 Millionen TEU ein Umschlagsvolumen auf dem Niveau des Vorjahres lautet die Mitteilung. Dem streikbedingten Rückgang der Mengen im portugiesischen Hafen von Lissabon um rund 30 Prozent auf 137.000 TEU steht die positive Entwicklung des Standortes in zypriotischen Hafen Limassol mit rund 14 Prozent Wachstum auf fast 394.000 TEU gegenüber. Die Umschlagsmenge im russischen Ust-Luga lag „sanktionsbedingt“, wie Eurogate erklärte, um 7,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Insgesamt wurden dort 69.000 TEU bewegt.

Vorsatz: Chancen nutzen

„Wir können mit den Umschlagszahlen im Jahr 2018 zufrieden sein. Vor allem die Tatsache, dass wir in Deutschland ein sehr stabiles Niveau halten konnten, ist erfreulich und zeigt, dass wir im Wettbewerb mit den Westhäfen und den neuen Konkurrenten an der Ostsee bestehen können“, kommentierte Michael Blach, Vorsitzender der Eurogate-Gruppengeschäftsführung, die Zahlen. „Obwohl 2018 ein durchaus erfolgreiches Jahr war, zeigen uns die Entwicklungen der Umschlagsmengen, dass die Bandbreite von Chancen und Risiken ebenso wie deren Auswirkung auf unser Geschäft unter den veränderten Rahmenbedingungen größer geworden ist. Vor diesem Hintergrund ist es unsere Priorität, die Chancen zu nutzen und damit unsere Marktposition auszubauen“

ha/me

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