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Containerlogistik: HHLA will bis 2040 klimaneutral werden

Das Container Terminal Altenwerder wurde bereits als nach Unternehmensangaben weltweit erstes klimaneutrales Containerterminal zertifiziert.

Die AGV-Flotte am HHLA Container Terminal Altenwerder wird derzeit auf schnell-ladefähigen Lithium-Ionen-Batterieantrieb umgestellt. (Foto: HHLA)
Die AGV-Flotte am HHLA Container Terminal Altenwerder wird derzeit auf schnell-ladefähigen Lithium-Ionen-Batterieantrieb umgestellt. (Foto: HHLA)
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Therese Meitinger

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat Anfang Dezember das Ziel bekanntgegeben, bis zum Jahr 2040 Klimaneutralität für den gesamten Konzern zu erreichen.

Angela Titzrath, HHLA-Vorstandsvorsitzende:

„Wir sind uns unserer Verantwortung für den Klimaschutz sehr bewusst und setzen deshalb konkrete Maßnahmen für einen effizienten und nachhaltigeren Containerumschlag sowie klimafreundliche Transportketten um.

Das selbst gesteckte Ziel einer Senkung der CO2-Emissionen je umschlagenen Container um mindestens 30 Prozent bis 2020 habe man im vergangenen Jahr bereits vorzeitig erreicht. Man arbeite daran, unsere absoluten CO2-Emissionen bis 2030 gegenüber dem Jahr 2018 zu halbieren. Bis 2040 solle der gesamte HHLA-Konzern klimaneutral sein, so Titzrath weiter.

Die Nachhaltigkeitsstrategie soll künftig unter dem Leitmotiv „Balanced Logistics“ umgesetzt und mit einem entsprechenden Logo sichtbar gemacht werden.

„‚Balanced Logistics‘ bedeutet für uns, ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichem Erfolg, guten Arbeitsbedingungen, gesellschaftlicher Verantwortung und dem Umwelt- und Klimaschutz zu finden“, erklärte Titzrath am 2. Dezember auf einer Pressekonferenz in Hamburg. „Denn nur als erfolgreiches und wettbewerbsfähiges Unternehmen haben wir die Mittel und Möglichkeiten, nachhaltig in unsere Mitarbeiter zu investieren und unserer Verpflichtung für Gesellschaft und Umwelt nachzukommen“, sagte Titzrath.

Weltweit erste klimaneutrale Umschlaganlage

Als ein Handlungsfeld nannte die HHLA das Container Terminal Altenwerder (CTA), die 2019 als weltweit erste klimaneutrale Umschlaganlage für Container vom TÜV Nord zertifiziert worden sei. Die Hamburger Kaianlage sei seit ihrer Inbetriebnahme 2002 stetig weiterentwickelt worden. Der Betrieb des CTA erfolgt laut HHLA inzwischen überwiegend elektrifiziert mit Ökostrom. Terminalprozesse, die demnach aktuell noch CO2-Emissionen verursachen, sollen sukzessive auf elektrifizierten Betrieb umgestellt beziehungsweise die Umstellung erprobt werden.

Über sogenannte Emissionsreduktionszertifikate kompensiert die HHLA nach Eigenangaben die derzeit noch emittierten CO2-Emissionen und unterstützt dabei klimafreundliche Projekte, die nach dem höchsten Gold-Standard gemäß „Voluntary Emission Reduction“ (VER) zertifiziert sind. Im nächsten Jahr wird der CO2-Fußabdruck des CTA durch den TÜV Nord erneut überprüft. Es ist davon auszugehen, dass der Kompensationsbedarf dann abnimmt, da die Elektrifizierung des Terminals weiter voranschreitet.

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CO2-neutrale Transportketten vom Hafen ins Hinterland

Neben der Optimierung der eigenen Anlagen sieht die HHLA auch in der Vernetzung mit anderen Akteuren der Logistik Potenzial. Mit „HHLA Pure“ hat das Unternehmen ein Produkt entwickelt, das klimaneutrale Transportketten vom Hafen bis ins europäische Hinterland gewährleisten soll. Dabei sollen die Angebote der HHLA, die mit dem Hamburger Hafen den größten europäischen Eisenbahnhafen betreibt, und die Schienentransporte der Intermodalgesellschaft Metrans kombiniert werden. Die HHLA-Tochter setze hierbei auf energieeffiziente E-Loks und Leichttragwaggons, mit denen bei gleicher Zuglänge eine größere Anzahl an Containern transportiert werden könne, so das Unternehmen. Als Pilotkunden habe man die Spedition Jakob Weets und den Transportlogistiker Cargo-partner gewinnen können, für die Metrans Containertransporte vom Hamburger Hafen nach Mittel- und Osteuropa durchführt. Nach der abgeschlossenen Testphase soll „HHLA Pure“ 2020 im Markt eingeführt werden.

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