Connected Industry: Die Open Manufacturing Platform wächst

Zu den neuen Mitgliedern des Steering Comittees zählen Anheuser-Busch InBev, Bosch und die ZF Friedrichshafen AG.

Der erste Auftritt der Open Manufacturing Platform (v.l.n.r.): Sven Hamann, SVP Bosch Connected Industry; Ralf Waltram, VP IT Systems Produktion und Logistik, BMW Group; Dr.- Ing. Michael Bolle, Mitglied des Vorstands, Bosch-Gruppe; Scott Guthrie, EVP Cloud & AI, Microsoft; Werner Balandat, Leiter Produktionsmanagement, ZF Friedrichshafen AG. (Foto: Bosch)
Der erste Auftritt der Open Manufacturing Platform (v.l.n.r.): Sven Hamann, SVP Bosch Connected Industry; Ralf Waltram, VP IT Systems Produktion und Logistik, BMW Group; Dr.- Ing. Michael Bolle, Mitglied des Vorstands, Bosch-Gruppe; Scott Guthrie, EVP Cloud & AI, Microsoft; Werner Balandat, Leiter Produktionsmanagement, ZF Friedrichshafen AG. (Foto: Bosch)
Therese Meitinger

Die Initiative „Open Manufacturing Platform“ (OMP) wächst nach Eigenangaben durch neue Mitglieder im Steering Committee und neu eingerichtete Arbeitsgruppen. Die 2019 gegründete Allianz hat sich zum Ziel gesetzt, produzierende Unternehmen bei der Skalierung von Innovationen zu unterstützen, sowohl durch branchenübergreifende Zusammenarbeit und Wissens- und Datenaustausch als auch durch Zugang zu neuen Technologien. Gründungsmitgliedern waren Microsoft und die BMW Group.

Nun ergänzen nach Angaben der Initiative Anheuser-Busch InBev, Bosch und die ZF Friedrichshafen AG diese als neue Mitglieder im „Steering Committee“. Das OMP Steering Committee hat demzufolge eine Reihe von Arbeitsgruppen bestätigt, die auf für die Branche wichtige Kernbereiche fokussieren, darunter IoT-Konnektivität, semantische Datenmodelle, eine IIoT-Referenzarchitektur und zentrale Services für ATS (Autonome Transportsysteme).

Weg vom Datensilo

Die Ausweitung der intelligenten Produktion bringe neue Herausforderungen mit sich, argumentiert OMP. Innerhalb der Branche hätten Legacy- und proprietäre Systeme zu Datensilos geführt, die betriebsweite Einblicke und eine Transformation erschwerten. Im Rahmen der OMP sollen Hersteller und Zulieferer zusammenkommen, um gemeinsam Lösungen für diese nichtdifferenzierenden Probleme zu identifizieren und zu entwickeln.

Unser Ziel ist es, skalierbare Innovationen in der Fertigung voranzutreiben, die Zeit bis zur Wertschöpfung zu verkürzen und die Produktionseffizienz zu steigern, indem wir auf der Grundlage eines Open-Community-Ansatzes gemeinsame Herausforderungen miteinander lösen“, sagte Jürgen Maidl, Leiter Logistik BMW Group Produktionsnetzwerk. „Die OMP hilft produzierenden Unternehmen dabei, das Potenzial ihrer Daten zu erschließen, industrielle Lösungen schneller und sicherer zu implementieren und vom Mitwirken der Industrie zu profitieren. Dabei werden gleichzeitig geistiges Eigentum und Wettbewerbsvorteile bewahrt, betriebliche Risiken gemindert und finanzielle Investitionen reduziert.“

Die OMP agiert nach Eigenangaben unter dem Dach der Joint Development Foundation (JDF). Die JDF ist demnach Teil der Linux Foundation und bietet der OMP die Infrastruktur und den organisatorischen Rahmen zur Erstellung technischer Spezifikationen und zum Voranbringen offener Industriestandards. Die OMP unterstütze zudem andere Allianzen, einschließlich der „OPC Foundation“ und der „Plattform Industrie 4.0“, und nutze bestehende Industriestandards, Open-Source-Referenzarchitekturen und gemeinsame Datenmodelle, so die Initiative.

„Die aus Mitgliedern des gesamten Sektors zusammengesetzten Arbeitsgruppen bilden den organisatorischen Rahmen für die Zusammenarbeit und sind das Herzstück der OMP. Wir freuen uns, zu einem Zeitpunkt beizutreten, in dem wir unsere Produktionsstätten immer stärker vernetzen und nach innovativen Wegen suchen, die große Menge der dabei anfallenden Daten zu nutzen“, so Tassilo Festetics, Global Vice President of Solutions bei Anheuser-Busch InBev.

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