Compliance: Neue Regeln für Gefahrstofflagerung

Die aktualisierte Fassung der TRGS 510 betrifft unter anderem die Lagerung kleiner Mengen.

Die TRGS 510 bietet Arbeitgebern nach Ansicht von Dekra eine umfangreiche und detaillierte Hilfestellung. (Foto: Dekra)
Die TRGS 510 bietet Arbeitgebern nach Ansicht von Dekra eine umfangreiche und detaillierte Hilfestellung. (Foto: Dekra)
Therese Meitinger

Für die Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern gelten neue Regeln. Das besagt eine Pressemitteilung von Dekra vom 12. März. Betroffen seien unter anderem kleine Mengen, wie sie in vielen Betrieben anfallen. Unternehmen sollten aktiv werden, wenn sie rechtssicher unterwegs sein wollen, so der Anbieter. 

Die aktualisierte Fassung der TRGS 510 („technische Regel zur Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern“) wurde kürzlich bekannt gegeben. Die Änderungen betreffen laut Dekra unter anderem die Lagerung kleiner Mengen. Händler, Logistiker und Anwender von Gefahrstoffen sollten prüfen, ob die Änderungen für ihr Unternehmen relevant sind.

Wer sich an die Vorgaben und Schutzmaßnahmen der TRGS hält, kann davon ausgehen, dass er sich rechtskonform verhält und die Anforderungen des Arbeitsschutzes der Gefahrstoffverordnung einhält, argumentiert der Anbieter. Dies sei von Bedeutung, wenn es zu einem Unfall mit Gefahrstoffen im Lager komme und Behörden und Versicherungen Auskünfte und Nachweise einforderte.

Arbeitgeber muss Schutzmaßnahmen selbst ableiten

Die TRGS 510 bietet Arbeitgebern nach Ansicht von Dekra eine umfangreiche und detaillierte Hilfestellung. Die aktualisierte Fassung wurde demnach neu strukturiert, Schwellenwerte für Kleinmengen und Regelungen für Zugangsbeschränkungen wurden neu gefasst. Entfallen sind dem Anbieter zufolge jedoch die Vorgaben für die Lagerung in Verkaufsräumen. Dies bedeute, dass der Arbeitgeber die Schutzmaßnahmen selbst im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung ableiten müsse, so Dekra.

Die Experten von Dekra empfehlen die Neufassung der TRGS 510 zum Anlass zu nehmen, die Situation im eigenen Gefahrstofflager anhand der folgenden Leitfragen zu überprüfen:

  • Haben sich Produkte, Einstufungen oder Mengen geändert?
  • Gibt es neue Vorgaben für die Lagerung?
  • Sind die technischen Einrichtungen angemessen und funktionsfähig?
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