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Citylogistik: Fraunhofer IAO stellt das Projekt Park_up vor

Zusammen mit Apcoa feierte das Konzept in Stuttgart Premiere.

Das Projektkonsortium von Park_up (v.l.n.r.): Raimund Rassillier (Geschäftsführer veloCARRIER), Martin Armbruster (Stadt Stuttgart, Abteilung Wirtschaftsförderung), Dr. Bernd Bienzeisler (Fraunhofer IAO, Leiter Team Urban Delivery Systems), Dr. Michael Münter (Stadt Stuttgart, Referat Strategische Planung und Nachhaltige Mobilität), Philippe Op de Beeck (CEO APCOA PARKING Deutschland GmbH). (Foto: Ludmilla Parsyak/ Fraunhofer IAO)
Das Projektkonsortium von Park_up (v.l.n.r.): Raimund Rassillier (Geschäftsführer veloCARRIER), Martin Armbruster (Stadt Stuttgart, Abteilung Wirtschaftsförderung), Dr. Bernd Bienzeisler (Fraunhofer IAO, Leiter Team Urban Delivery Systems), Dr. Michael Münter (Stadt Stuttgart, Referat Strategische Planung und Nachhaltige Mobilität), Philippe Op de Beeck (CEO APCOA PARKING Deutschland GmbH). (Foto: Ludmilla Parsyak/ Fraunhofer IAO)
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Melanie Endres

Im Projekt „Park_up“ hat das Konsortium um Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, veloCARRIER und Evopark in enger Zusammenarbeit mit Apcoa Parking Deutschland eine Lösung für nachhaltige Citylogistik entwickelt. Das Konzept sieht vor, öffentlich zugänglichen Parkraum als Umschlagplatz für Lastenräder zu nutzen, das gab das Fraunhofer IAO kürzlich bekannt. In Stuttgart soll das Projekt der Meldung zufolge nun umgesetzt werden. Am 24. Juni stellten die Unternehmen das Projekt in der Stuttgarter Parkgarage Zeppelin-Carrée vor.

Platz für Stadtlogistik

Stadtlogistik braucht Platz, so das Fraunhofer IAO. Dabei gehe es nicht nur um Flächen für das Abstellen von Fahrzeugen, sondern auch um Parkflächen, an denen Sendungen von größeren auf kleinere Fahrzeuge, wie zum Beispiel Lastenräder, umgeschlagen und neu sortiert werden können. Diese Flächen sind laut Mitteilung in urbanen Räumen jedoch kaum verfügbar oder so teuer, dass Logistikunternehmen sich die Anmietung nicht leisten können. Gleichzeitig gibt es in innenstadtnahen Parkhäusern Stellflächen, die zu Zeiten, in denen Logistiker aktiv sind, nicht voll ausgelastet wären. Hier setzt die Idee des Forschungsverbundprojekts Park_up und Apcoa an. Das laufende Projekt wird im Rahmen der Förderrichtlinie Modernitätsfonds (mFUND) mit insgesamt 1,71 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert.

Nutzen für beide Seiten

Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, sagte dazu: „Das Projekt Park_up arbeitet daran, Parkhäuser zusätzlich für Logistikzwecke zu nutzen und damit optimal auszulasten. Davon profitieren alle Seiten. Der Paket-Umschlag auf Lastenräder ist ein wirtschaftlich erfolgversprechender, emissionsarmer und nachhaltiger Beitrag für die Lieferkette der Zukunft. Das durch den mFUND geförderte Projekt ist somit ein beeindruckendes Beispiel moderner City-Logistik und kann vielen anderen Städten in Deutschland zur Nachnutzung empfohlen werden.“

Gemeinsam mit veloCARRIER, Evopark und Apcoa hat das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO ein Modell entwickelt, wie öffentlich zugängliche Stellplätze temporär für Logistikzwecke angemietet werden können. Dazu Raimund Rassillier, Geschäftsführer eines führenden Stuttgarter Lastenradkurierdienstes:

„Die Park_up-Lösung ist für uns ideal. Wir brauchen vor allem vormittags Flächen, um den Container-Umschlag auf unsere Lastenräder vorzunehmen. Dazu sind Parkplätze, die wir bedarfsgerecht anmieten, sehr gut geeignet. Denn das dauerhafte Anmieten einer zentral gelegenen Gewerbefläche wäre für ein Logistikunternehmen finanziell nicht darstellbar.“

Ein wichtiger Kern der Unternehmensstrategie von Apcoa ist es laut Pressemitteilung zum Projekt, Parkraum mit innerstädtischer Logistik intelligent zu verbinden. Entsprechend passe Park_up hervorragend zur Unternehmensausrichtung, machte Detlef Wilmer, Geschäftsführer der Apcoa Parking Deutschland GmbH, deutlich.

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