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City-Logistik: Deutsche Post DHL setzt Nutzung des PostBOT aus

Während die Nutzung des Zustellroboters PostBOT zeitweise ausgesetzt wird, sollen private Paketkästen künftig entfallen. / aktualisierte Version

Im Jahr 2017 war der damalige Konzernvorstand der Deutschen Post, Jürgen Gerdes (links), noch optimistisch: Der Begleitroboter PostBOT nahm den Testbetrieb in Bad Hersfeld auf. (Foto: Deutsche Post)
Im Jahr 2017 war der damalige Konzernvorstand der Deutschen Post, Jürgen Gerdes (links), noch optimistisch: Der Begleitroboter PostBOT nahm den Testbetrieb in Bad Hersfeld auf. (Foto: Deutsche Post)
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Therese Meitinger

Die Deutsche Post DHL Group will in absehbarer Zeit bestimmte neue Technologien bei der Paketzustellung nicht nutzen. Entsprechend äußerte sich der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post AG, Frank Appel, im Interview mit dem „Tagesspiegel“, das am 4. Februar erschien. Neben Plänen für Drohnen oder Kofferraumzustellung betrifft dies auch die „PostBOTS“, die das Unternehmen zuletzt testweise betrieb.

Diese Zustellroboter hatte die Deutsche Post ab Oktober 2017 zur Begleitung von Postboten verwendet, um diese körperlich zu entlasten (LOGISTIK HEUTE berichtete). Auf Basis eines Roboters des französischen Herstellers Effidence S.A.S. kann die Eigenentwicklung nach Unternehmensangaben bis zu 150 Kilogramm an Postsendungen transportieren. Das vierrädrige, elektrisch betriebene Fahrzeug, ist mittels Sensoren in der Lage, die Beine des zugeordneten Postboten zu erkennen und ihm auf Schritt und Tritt zu folgen, so die Deutsche Post.

Dass die Nutzung des PostBOT zunächst auf Eis gelegt wird, begründete Frank Appel gegenüber dem „Tagesspiegel“ nun mit den aktuell noch zu hohen Kosten für diese Technologie. Technisch funktioniere die Anwendung jedoch gut. Wie das Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt mitteilte, entwickle man den PostBOT jedoch weiter. Man gehe davon aus, dass die Preise für Sensoren und Robotik-Technologien weiter sinken.

Auf die Paketkästen für einzelne Häuser, mit denen das Unternehmen zuletzt experimentiert hatte, will man dem Interview mit Frank Appel hingegen künftig verzichten. Die Nachfrage hierfür sei geringer gewesen als erwartet.

Anmerkung: In einer früheren Textversion hatten wir berichtet, dass die Deutsche Post sich gänzlich von dem PostBOT trenne. Dies ist so nicht richtig: Laut Deutscher Post bezog sich Frank Appel auf die aktuelle Nutzung der PostBOTs. 

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