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China: Schwachstelle Logistik

Der chinesische Internethandel boomt, die Infrastruktur macht schlapp.
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Redaktion (allg.)

Chinesische Internetkäufer beklagen zunehmend Verspätungen und Qualitätsmängel vieler Lieferfirmen. Um rechtzeitig zum Frühlingsfest Anfang Februar wenigstens einen Teil der Waren aus ihren überfüllten Depots auszuliefern, nehmen KEP-Dienstleister wie Yuantong oder Shentong in einigen chinesischen Städten derzeit keine Pakete mehr an. Das berichtet das „China Internet Information Center“ (CIIC)mit Verweisauf die Tageszeitung „China Daily“.

Der Grund: Laut einer Studie des chinesischen Forschungszentrums für Internethandel verdoppelten sich Chinas Onlineverkäufe zwischen 2009 und 2010 und erzielten einen Gesamtumsatz von knapp 513 Mrd. Yuan (rund 57 Mrd. Euro). Nach Zahlen des chinesischen Zentrums für Netzwerk- und Internetforschung CNNIC wuchs auch die Zahl der chinesischen Internetnutzer um 73,3 Mio. im Vergleich zum Vorjahr und lag Ende 2010 bei 457 Millionen. Am höchsten war der Zuwachs mit rund 49 Prozent beim Internetshopping.

Da Chinas Inflationsrate weiterhin hoch bleibt, wird der Internethandel künftig noch mehr preisbewusste Käufer anziehen, heißt es in dem Artikel. Um die strukturellen Engpässe zu reduzieren, will der Onlinehändler Alibaba bis zu 30 Mio. Yuan (etwa 3,3 Mio. Euro) in den Aufbau eines landesweiten Netzwerks von Lagerhäusern investieren. In zehn Jahren möchte Alibaba eine Lieferzeit von acht Stunden nach Bestellung anbieten. Auch die auf das elektronische Firmenkundengeschäft spezialisierte Seite 360buy.com sowie der Bekleidungsanbieter vancl.com wollen Warendepots in wichtigen Großstädten aufbauen.

(akw)
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