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Chemielogistik: Ein Tor zu BASF, Bayer und Lanxess

Branchengrößen kooperieren bei der Transportabwicklung.
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Redaktion (allg.)

Um die Abwicklung von täglich tausenden Transporten auf ihren Werksgeländen zu beschleunigen, nutzen die BASF SE, Ludwigshafen, und die Leverkusener Chemion Logistik GmbH künftig einen gemeinsamen Datenpool. Gemeinsam haben die Partner Mindestanforderungen für den unternehmensübergreifenden Einsatz von IT-Systemen zur durchgängig elektronischen Steuerung der Lkw-Abfertigung erarbeitet. Das soll gerade an größeren Chemiestandorten mit höchsten Sicherheitsanforderungen lange Warteschlangen an den Lkw-Ein- und Ausfahrten vermeiden.

Im Rahmen der Kooperation werden Fahrzeuge künftig durch RFID-Transponder erkannt. Fahrer können sich an einem Selbstbedienungsterminal per biometrischem Fingerabdruck und einer persönlichen Zugangskarte authentifizieren. Sie werden dann sofort den jeweiligen Aufträgen zugeordnet. Software leitet die Lkw dann durch alle Abfertigungsstationen wie Waagen, Sicherheitsprüfungen und Probennahmen direkt zu den richtigen Rampen. Sie dokumentiert in Echtzeit die einzelnen Durchlaufstationen und überwacht die Verladung und Ladungssicherung sowie den Rückweg bis zum Verlassen des Werksgeländes.

BASF nutzt die Lösung bereits. Chemion will den automatisierten Check-in-Prozess in Kürze in seinen Chemparks Leverkusen, Dormagen, Uerdingen und Duisburg für alle Lkw-Verkehre realisieren. Dort ist der Logistik- und Standortdienstleister unter anderem für die Leverkusener Firmen Bayer AG, Lanxess Deutschland GmbH und Kronos International, Inc. sowie die Ineos Köln GmbH tätig.

Bei dem Projekt geht es zunächst ausschließlich um die Definition und Speicherung von Basisdaten und die Anbringungsorte von Transpondern an den Fahrzeugkomponenten. Mittel- und langfristig ist auch eine dynamische Nutzung von Daten möglich, beispielsweise der automatische Echtzeit-Abgleich der Gültigkeit von Zulassungen der Fahrzeugkomponenten mit den Zulassungsbehörden.

Ziel der offenen Kooperation ist die flächendeckende Einführung der Transpondertechnologie, um die Logistikabläufe effizienter zu gestalten. Die Projektpartner appellieren auch an andere Chemie-Unternehmen, sich dem Vorhaben anzuschließen, um Synergieeffekte für die gesamte Branche ausschöpfen zu können. Technologiepartner sind die Münchener Star/trac Supply Chain Solutions GmbH, Anbieter des für Chemieparks konzipierten Fahrt-Steuerungs-Systems „Flow“, und der RFID-Experte Identic Solution Deutschland GmbH, Hirschberg.

(akw)
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