Branchentreff: Deutscher Logistik-Kongress 2021 ist eröffnet

Mehr als 1.250 Teilnehmer vor Ort sowie mehr als 2.000 zugeschaltete Teilnehmer meldet die Veranstalterin BVL.

Die Logistik ist nicht innovativ? Diesen Mythos nahm BVL-Vorstandvorsitzender Prof. Dr. Thomas Wimmer in seiner Eröffnungsrede – neben anderen – auseinander. (Foto: Therese Meitinger)
Die Logistik ist nicht innovativ? Diesen Mythos nahm BVL-Vorstandvorsitzender Prof. Dr. Thomas Wimmer in seiner Eröffnungsrede – neben anderen – auseinander. (Foto: Therese Meitinger)
Therese Meitinger

Der Deutsche Logistik-Kongress 2021 ist am 20. Oktober von Prof. Dr. Thomas Wimmer, dem Vorstandsvorsitzenden der Bundesvereinigung Logistik (BVL) eröffnet worden. Von 20. bis 22. Oktober trifft sich der Wirtschaftszweig Logistik wieder vor Ort im Berliner Hotel InterContinental sowie im Pullman Berlin Schweizerhof. Die Veranstaltung, die in diesem Jahr unter dem Motto „Chancen nutzen – Adapt to Lead“ steht, kann zum größten Teil aber auch online im Livestream verfolgt werden. Mit mehr als 1.250 registrierten Teilnehmern vor Ort sowie mehr als 2.000 zugeschalteten Teilnehmern geht die veranstaltende BVL vom „größten Deutschen Logistik-Kongress aller Zeiten“ aus, wie Wimmer in seinem Grußwort erklärte. Die Zahl der Aussteller liegt nach Veranstalterangaben bei rund 100.

Logistik-Mythen und -Gegenbeweise

Im Eröffnungsplenum wurde es bereits kontrovers: So verglich Thomas Wimmer Mythen und Fakten aus der Logistik. „Logistik ist stinköde, unterbezahlt und nur was für Luschen“, „Logistik verschwendet Ressourcen“, „Logistik ist nicht innovativ“ oder „Digitalisierung macht Menschen überflüssig“, zitierte er gängige Klischees über die Logistik. Den Klischees setzte er eine Vielzahl von Gegenbeispielen entgegen: darunter etwa die mit dem Deutschen Logistik-Preis 2020 ausgezeichnete Lösung des Drogeriemarkts dm, die mehr als 2.000 Filialen als Digitalen Zwilling abbildet.

„Logistiker bewegen Großes, auch und besonders in schwierigen Zeiten“, sagte Wimmer mit Blick auf die Coronapandemie und die Impfstofflogistik.

Eine Keynote hielt im Rahmen des Eröffnungsplenums auch Dr. Sigrid Nikutta, Vorstand Güterverkehr der Deutschen Bahn AG. In einem vorab aufgezeichneten Videointerview sprach sie sich dafür aus, im Transport das Momentum zum vermehrten Umstieg von der Straße auf die Schiene zu nutzen.

Prof. Dr. Siegfried Russwurm, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, warnte Politik und Wirtschaft davor, den Blick bei der industriellen Transformation ausschließlich auf Nachhaltigkeitsaspekte zu legen. Es gelte, den erforderlichen Turnaround ganzheitlich zu gestalten. Dorothea von Boxberg, Vorstandsvorsitzende der Lufthansa Cargo, sprach über Digitalisierung und Nachhaltigkeit als Herausforderung – und unterstrich vor allem den Stellenwert branchenweiter Standards wie „One Record“ der IATA und die Notwendigkeit, diese stringent zu implementieren.

Zu den weiteren Highlights des Deutschen Logistik-Kongress 2021 zählt neben verschiedenen Fachforen die Preisverleihung des Deutschen Logistik-Preis am Abend des 20. Oktobers.

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