BMVI: Eine Milliarde Euro für klimafreundliche Infrastruktur

Zu den Investitionsschwerpunkten zählen unter anderem der Ausbau von Wasserstraßen, die Digitalisierung der Schiene und innerstädtische Schnellladehubs.

200 Millionen Euro sollen 2022 vonseiten des BMVI etwa in die Digitalisierung der Schiene fließen. (Foto: pbombaert / Adobe Stock)
200 Millionen Euro sollen 2022 vonseiten des BMVI etwa in die Digitalisierung der Schiene fließen. (Foto: pbombaert / Adobe Stock)
Therese Meitinger

Das Bundeskabinett hat am 23. Juni das Klimaschutz Sofortprogramm 2022 beschlossen. Von den insgesamt über acht Milliarden Euro ist eine Milliarde Euro für den Ausbau der klimafreundlichen Verkehrsinfrastruktur vorgesehen. Das meldete das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur in einer Mitteilung. Zusätzliche 200 Millionen Euro sollen demnach für Schnellladestationen in Wohnquartieren bereitgestellt werden.

Bundesminister Andreas Scheuer:

„Wer die Klimaziele erreichen will, muss auch die Werkzeuge dazu haben. Gerade bei den umweltfreundlichen Verkehrsträgern Wasser, Schiene, Rad und E-Autos können wir mit weiteren Mitteln sehr schnell viel bewirken.“

Vor diesem Hintergrund setze man genau an den Programmen an, die aktuell bereits nachgefragt seien, wie etwa dem Schnellläuferprogramm zur Digitalisierung der Schiene, so Scheuer weiter.

Diese Verkehrsinfrastruktur-Ausgaben sind geplant

Bei den konkret angestrebten Zielen ist aus Logistik-Sicht etwa die klimafreundliche Schifffahrt relevant: Das BMVI plant in diesem Zusammenhang, Großraum- und Schwerlasttransporte von der Straße auf die Wasserwege zu verlegen. Gefördert werden sollen die Entwicklung und der Betrieb emissionsfreier Schiffe sowie die Entwicklung grüner Antriebstechnologien für Neubauten und Nachrüstungen sowie der Bau emissionsfreier Vermessungs- und Wracksuchschiffe.  Hierfür sind für 2022 insgesamt 160 Millionen Euro budgetiert.

300 Millionen Euro sollen 2022 in den Ausbau von Wasserstraßen fließen: Bei dem Verkehrsträger Wasserstraße wolle man die Infrastruktur über einen wasserwirtschaftlichen Ausbau mit gleichzeitig ökologischer Durchgängigkeit für mehr Gewässerschutz verbessern, so die Mitteilung.

Bei der Digitalisierung bei der Schiene sind 2022 200 Millionen Euro vorgesehen. Als Schwerpunkte nennt das BMVI die Umrüstung des GSM-R-Funksystems, Einführung eines digitalen Kapazitätsmanagements und die Erprobung digitaler Stellwerke. Das Modellvorhaben zur ETCS-Ausrüstung von Fahrzeugen im Großraum Stuttgart soll fortgesetzt werden und das automatisierte Fahren im Schienengüterverkehr getestet werden.

Innerstädtische Schnellladehubs: Hier soll der Ausbau der Ladeinfrastruktur vorangetrieben werden, indem gezielt in den Wohnvierteln der Städte weitere Schnelllademöglichkeiten aufgebaut werden.  Dafür sind 2022 200 Millionen Euro aus dem Energie- und Klimafond vorgesehen.

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