Binnenhäfen: Hafenkonzern PSA steigt beim Duisburg Gateway Terminal ein

Der Hafen- und Logistikkonzern PSA International Pte Ltd aus Singapur wird mit 22 Prozent Anteilseigner der Duisburg Gateway Terminal GmbH (DGT). Der Binnenhafen hatte einen neuen Investor benötigt, nachdem Cosco abgesprungen war.

Duisport hat den Hafen- und Logistikkonzern PSA International Pte Ltd als weiteren Investor gewonnen, nachdem Cosco ausgestiegen war. Hier zu sehen ist eine Visualisierung. (Bild: Duisport)
Duisport hat den Hafen- und Logistikkonzern PSA International Pte Ltd als weiteren Investor gewonnen, nachdem Cosco ausgestiegen war. Hier zu sehen ist eine Visualisierung. (Bild: Duisport)
Gunnar Knüpffer

Der weltweit tätige Hafen- und Logistikkonzern PSA International Pte Ltd (PSA) mit Hauptsitz in Singapur hat Verträge zum Erwerb einer Minderheitsbeteiligung von 22 Prozent an der Duisburg Gateway Terminal GmbH (DGT) unterzeichnet. Die hierzu getroffenen Vereinbarungen stehen noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbs- und Aufsichtsbehörden, ist einer Pressemitteilung der Duisburger Hafen AG vom 5. Juli zu entnehmen. Mit Vollzug der Verträge sei der internationale Gesellschafterkreis mit Hupac, HTS, Duisport und PSA dann komplett.

Ein weiterer Investor war nötig gewesen, weil der chinesische Staatskonzern Cosco, der zunächst mit 30 Prozent einsteigen wollte, wieder abgesprungen war.

 „Als Teil von Europas größtem und nachhaltigstem Binnenhafen wird das DGT ein wichtiges Tor für die Bereitstellung umweltfreundlicher Logistikdienstleistungen für das dichte industrielle Hinterland Deutschlands sein“, sagte Tan Chong Meng, CEO der PSA-Gruppe.

Durch die Nutzung des globalen Hafen- und Lieferkettennetzes von PSA sowie der starken Präsenz in Kontinentaleuropa wolle PSA die Partnerschaft mit dem DGT stärken und die grüne Energiewende in Deutschland im Einklang mit ihrer strategischen Ausrichtung auf einen reibungsloseren, widerstandsfähigeren und nachhaltigeren Handel unterstützen.

Das trimodale DGT ist weiter planmäßig in Bau. Duisport bezeichnete das Duisburg Gateway Terminal als Modellprojekt für die Zukunft der Logistik. Dies werde mit einer Fläche von 235.000 Quadratmetern im Endausbau das größte Containerterminal im europäischen Hinterland sein. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts soll im ersten Quartal 2024 erfolgen.

„Wir freuen uns mit PSA einen wichtigen strategischen Partner für die DGT-Gesellschaft dazugewonnen zu haben, der mit seinen verschiedenen Geschäftsfeldern in Europa, Asien und weltweit erheblich zum Erfolg des Duisburg Gateway Terminals beitragen wird. Diese Netzwerkerweiterung stärkt sowohl die Wettbewerbsvielfalt als auch die weitere Diversifizierung des Duisburger Hafens. Das Thema Lieferkettendiversifizierung hat eine zunehmend wichtige Bedeutung", sagte Duisport-CEO Markus Bangen.