Binnenhäfen: Duisburger Hafengesellschaft zeigt sich mit 2023 zufrieden

Duisport-CEO Markus Bangen: „Wir haben die Erwartungen trotz der gesamtwirtschaftlichen Schwäche erfüllt und unsere Ziele teilweise übertroffen.“

Schiffe werden im Containerhafen Duisburg beladen. (Foto: Bernd Thissen/dpa)
Schiffe werden im Containerhafen Duisburg beladen. (Foto: Bernd Thissen/dpa)
Matthias Pieringer

Die Duisburger Hafengesellschaft ist trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Deutschland mit dem Geschäftsjahr 2023 zufrieden und blickt optimistisch nach vorn. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg von 22,3 Millionen auf 24,1 Millionen Euro, wie die Duisport-Gruppe am Dienstag mitteilte. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent auf 331,5 Millionen Euro.

Hafenchef Markus Bangen zieht dennoch eine positive Bilanz. „Wir haben die Erwartungen trotz der gesamtwirtschaftlichen Schwäche erfüllt und unsere Ziele teilweise übertroffen.“ Insgesamt schlug die Duisport-Gruppe im vergangenen Jahr 50,8 Millionen Tonnen Güter per Schiff, Bahn und Lkw um – und damit knapp 7,5 Prozent weniger als 2022. Der Containerumschlag ging um zehn Prozent auf rund 3,6 Millionen Standardcontainer zurück. Beide Werte waren bereits im Vorjahr rückläufig. Der Rückgang von Aufträgen und Umsätzen im Speditionsbereich ist laut Bangen vor allem auf die Konjunktur und die Sanktionen infolge des Ukraine-Krieges zurückzuführen.

2023 investierte die Hafengesellschaft nach eigenen Angaben fast 75 Millionen Euro in Infrastruktur und Instandhaltung. „2024 ist das Jahr, in dem wir viele bedeutende Projekte fertigstellen“, sagte Technikvorstand Lars Nennhaus. Mit dem Duisburg Gateway Terminal soll im Sommer der „größte Containerterminal im europäischen Hinterland“ den Betrieb aufnehmen. Dies sei ein Meilenstein in der Geschichte des Hafens, sagte Nennhaus.

Der Duisburger Hafen gilt als der größte Binnenhafen der Welt. Er gehört zu zwei Dritteln dem Land Nordrhein-Westfalen und zu einem Drittel der Stadt Duisburg. Am Jahresende beschäftigte die Duisport-Gruppe rund 1.400 Menschen und damit etwa so viele wie im Vorjahr, wie ein Sprecher mitteilte.